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Damit Kinder Kirchen lieben

Im Kirchenbezirk Löbau-Zittau entstand eine Reihe von Kinder-Kirchenführern

Bild: Sarah und Philipp sehen schon mal nach, was der Kinder-Kirchenführer über ihre Oppacher Kirche erklärt. Gemeindepädagogin Peggy Göring und Bezirkskatechet Tobias Richter helfen ihnen dabei. Foto: Steffen Giersch
Sarah und Philipp sehen schon mal nach, was der Kinder-Kirchenführer über ihre Oppacher Kirche erklärt. Gemeindepädagogin Peggy Göring und Bezirkskatechet Tobias Richter helfen ihnen dabei. Foto: Steffen Giersch

Von Christine Reuther

Für Sarah (8) ist klar, was man in der Kirche tut: »Da ist jeden Sonntag Gottesdienst.« Und ihr Bruder Philipp (10) ergänzt: »Da geht man auch zu Weihnachten hin, bevor es Geschenke gibt.« Doch dass es am Kronleuchter in der Oppacher Kirche auch noch die Symbole Kreuz, Herz und Anker zu entdecken gibt und was diese bedeuten, das wussten die Geschwister bisher nicht.

So wie ihnen mag es manchen Kindern gehen. Das soll sich jetzt ändern, zumindest in 13 Kirchen der Oberlausitz. Für sie wurden Kinder-Kirchenführer entwickelt, in denen auch mancher Erwachsene Wissenswertes entdecken kann.

Die Oppacher Gemeindepädagogin Peggy Göring hatte schon lange die Vorstellung, kindgerechte Beschreibungen des Kircheninventars anbieten zu können. Beim Dresdner Kirchentag 2011 fielen ihr Flyer aus dem Kirchenbezirk Dresden Nord in die Hände. Dort hatte ein Team Kinder-Kirchenführer für Dresdner Gemeinden entwickelt. Diese Idee griffen die Oppacher auf. Doch nicht nur das, Bezirkskatechet Tobias Richter holte noch mehr Gemeinden mit ins Boot. Die Vorlage und die Unterstützung der Dresdner standen ihnen zur Verfügung, es gab gemeinsame Tagungen.

In Oppach ist Peggy Göring mit Pfarrerin Ines Mory und anderen Mitstreitern durch die Kirche gegangen. Sie haben aufgeschrieben, was es Interessantes zu sehen gibt. »Es ist der Versuch, mit liebevollen Augen die Details zu finden und für Kinder interessant aufzubereiten«, sagt Peggy Göring  zu dem Vorhaben. Von ihren Kirchenführungen weiß sie, was Kinder so wissen wollen: »Ob im Winter das Taufwasser einfriert oder warum Jesus einen Kreuzesstab in der Hand hat.« Und sie weiß auch, wie schwer es oft fällt, Außenstehenden die Kirche zu erklären. Deshalb wurde auf möglichst einfache Formulierungen viel Wert gelegt.

Entstanden ist für jede der beteiligten Kirchen ein Faltblatt. Mit Fotos, lustigen Zeichnungen und Quizfragen können damit die Kinder die Kirche erkunden. Sie liegen in den Kirchen aus, werden für Führungen genommen und im Religionsunterricht an die Schüler ausgegeben.

Für die ersten sechs Kirchen wird das Projekt am 27. April im Gottesdienst (10.30 Uhr) in der Oppacher Kirche vorgestellt. Dann werden sicher auch Philipp und Sarah dabei sein.

 

 

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