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Kinder bringen Arche in Fahrt

Die Kinderoper »Nach uns die Sintflut« werden in Zwickau rund 1500 Kinder sehen

Die kleinen Sänger und Darsteller der Kinderoper »Nach uns die Sintflut« vor Beginn der Proben. Am Sonntag und Montag wird das Stück in der Zwickauer Pauluskirche aufgeführt. Foto: Andreas Wohland
Die kleinen Sänger und Darsteller der Kinderoper »Nach uns die Sintflut« vor Beginn der Proben. Am Sonntag und Montag wird das Stück in der Zwickauer Pauluskirche aufgeführt. Foto: Andreas Wohland


Von Andreas Wohland

Die Geschichte um Noah und den Bau der Arche gehört mit Sicherheit zu den bekanntesten Kapiteln aus dem Alten Testament. Im Rahmen der inzwischen bereits elften Auflage der Kindersingwoche an der Pauluskirche studieren rund 70 Mädchen und Jungen aus ganz Zwickau unter diesem Motto eine Kinderoper ein.

»Nach uns die Sintflut« heißt das Stück, das aus der Feder von Johannes Matthias Michel stammt. Vorbereitung und Durchführung der Kindersingwoche liegen auch in diesem Jahr wieder in den bewährten Händen von Pauluskantor Matthias Grummet.

»Uns ist wichtig, dass innerhalb der Handlung eine Brücke zwischen biblischer Geschichte und unserer Gegenwart geschlagen wird«, sagt er. »Ihren aktuellen Bezug erhält der Bau der Arche Noah, in dem er mit einer heutigen Hochwasserkatastrophe und deren ökologischen Ursachen in Verbindung gebracht wird. Es wird sehr interessant«, verspricht der Kirchenmusiker.

Langeweile dürfte bei den Zuschauern ohnehin nicht aufkommen, denn auf der Bühne in der Pauluskirche wird nicht nur gesungen und gespielt, sondern auch getanzt. Bis es soweit ist, absolvieren die kleinen Sänger und Schauspieler der Klassenstufen 1 bis 7 ein umfangreiches Probenprogramm.

Für einige der jungen Mitwirkenden an der Aufführung wird das Ganze eine Premiere sein. Aufgeregt? »Na ja, ein bissel schon. Aber wir sind mehrere Freundinnen, die hier mitmachen. Da geht das schon und macht bestimmt auch Spaß«, sagt die zehnjährige Senta Schubert.

Damit die Probenwoche für die Kinder nicht zu stressig wird, hat sich das Team um Matthias Grummet einiges an Abwechslungen einfallen lassen. Unter anderem verschiedene Spiele, basteln von kleinen Archen oder das Beschriften von Regenschirmen.

Über mangelnden Zuspruch an der ökumenischen Kindersingwoche in den Herbstferien kann sich der Paulskantor nicht beklagen. Ganz im Gegenteil. Denn neben Zwickaus katholischen Kirchgemeinden, beteiligen sich diesmal auch verstärkt die Innenstadtgemeinden. Besonders freut er sich darüber, dass ihm mit Anne-Doreen Reinhold, Kantorin im Kirchspiel Zwickau-Nord, und Domkantor Henk Galenkamp, zwei engagierte Kirchenmusiker zur Seite stehen.

»Hinzu kommen natürlich noch zahlreiche ehrenamtliche Helfer, die sich unter anderem um Tontechnik, Licht, Regie, Requisite, Kostüme, Bühnenbild und die Essensversorgung kümmern. Alles in allem wirken an dem Projekt rund 100 kleine und große Akteure mit«, schätzt Matthias Grummet ein. Sie haben ein Schiff gebaut, Tierkostüme angefertigt – und ein Regenbogen darf auch nicht fehlen.

Aus der Erfahrung der zurückliegenden Jahre weiß Kantor Grummet, dass sich auch die Zuschauerzahlen sehen lassen können. Schon wenn am Sonntag um 16 Uhr der Vorhang für die öffentliche Aufführung aufgeht, dürften die Sitzplätze in der Pauluskirche rar werden. So richtig Trubel wird aber dann am Montag herrschen: Rund 1500 Mädchen und Jungen werden dann im Verlauf von zwei Schulaufführungen die Pauluskirche füllen. Die Schülerinnen und Schüler schauen sich dann die Kinderoper nicht nur an, sondern sie sollen nach Möglichkeit auch zum Mitsingen animiert werden.

»Nach uns die Sintflut«, Kinderoper von Johannes Matthias Michel in der Pauluskirche Zwickau: Premiere am Sonntag, 2. November, 16 Uhr; Schulaufführungen am Montag, 3. November, 9 und 11 Uhr.

 

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