27. September 2008 - KAMENZ
Begegnung von sächsischen und indischen Christen erneut behindert
Botschaft verweigert Einreise nach Deutschland

Jugendbegegnung 2007 in Kamenz (Dirk Möller, v.l.)
KAMENZ - Die deutsche Botschaft in Indien behindert offenbar erneut den Austausch zwischen sächsischen und indischen Christen. Einem indischen Praktikanten sei bislang das Visum für die Einreise nach Deutschland verwehrt worden, sagte der evangelische Jugendwart für die Region Kamenz, Dirk Möller, am 25. September auf epd-Anfrage. Alle Papiere seien fristgerecht eingereicht worden. Es sei unverständlich, warum die Einreise blockiert werde.
Der Praktikant stammt aus einer Partnergemeinde im südindischen Tranquebar und soll in einem kirchlichen Kindergarten in Pulsnitz für drei Monate arbeiten. Offenbar vermute die Botschaft, dass der alleinstehende Student illegal in Deutschland bleiben wolle, so Möller. Dies könne aber ausgeschlossen werden. Er habe sich mit einem Hilfeersuchen auch an Sachsens Ausländerbeauftragte Friederike de Haas (CDU) gewandt.
Zwischen der Region Kamenz und dem südindischen Tranquebar gibt es rege Beziehungen. 1706 landete der in Pulsnitz geborene Missionar Bartholomäus Ziegenbalg an der Küste in Südindien. Bereits 2007 gab es erhebliche Querelen bei der Reise einer neunköpfigen indischen Jugendgruppe nach Sachsen. Sieben Mitglieder erhielten erst im zweiten Anlauf ein Visum. ( ©epd 25.09.2008 )


