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Aktuelles

29. September 2008 - DRESDEN

Festwoche zum 300-jährigen Kirchweih-Jubiläum

Festgottesdienst zum Erntedankfest mit Pauken und Trompeten

Bild: Kirche und Fest 2004 zum 300. Kirchgemeinde-Jubiläum

DRESDEN - Zwischen dem 28. September und 5. Oktober feiert die Evangelisch-Lutherische Kirchgemeinde Dresden-Loschwitz mit einer Festwoche das 300. Kirchweih-Jubiläum. Auftakt bildete am Sonntag ein Familiengottesdienst unter dem Thema "Ein großer Geburtstag" mit anschließendem Kirchencafé und Kinderzirkus. Am Nachmittag erklang ein Benefizkonzert zugunsten der Stiftung Kirchgemeinde Loschwitz mit Werken u.a. von J. S. Bach, Felix Mendelssohn Bartholdy, Hugo Distler und Rudolf Mauersberger.

Am Mittwoch, 1. Oktober, 19:30 Uhr, werden im Kirchgemeindehaus auf der Grundstraße 36 Bilder und Geschichten aus der Geschichte und dem Wiederaufbau der Kirche präsentiert. Am Freitag, 3. Oktober, ab 11:00 Uhr, findet in der Loschwitzer Kirche eine Gemeindeversammlung statt unter dem Motto „Aus allen Teilen Deutschlands – Farben unserer Gemeinde“. Am Abend, ab 19:30 Uhr, wird zum Kirmes-Herbsttanz ins Gemeindehaus auf der Grundstraße eingeladen.
 
Am Sonnabend, 4. Oktober, wird ab 10:00 Uhr die Kirche mit Kränzen und Girlanden geschmückt. Um 18:30 Uhr starten von verschiedenen Himmelsrichtungen her Lampionträger hin zur Kirche. Treffpunte sind: Künstlerhaus, Spielplatz Sierksstraße, ehemalige Weinpresse Schillerstraße/ Ecke Schevenstraße, Körnerhaus/ Körnerweg und Senfbüchse. Der Lampion-Sternmarsch endet in einem Abendliedersingen in der Loschwitzer Kirche um 19:30 Uhr.
 
Am Sonntag, 5. Oktober, beginnt um 10:00 Uhr ein Festgottesdienst zur Kirchweihe und zum Erntedankfest mit Pauken und Trompeten. Den Gottesdienst gestalten die Loschwitzer Kantorei und der Elbhangposaunenchor. Anschließend gibt es ein großes Festessen in der Kirche.
Vor vier Jahren feierte die Loschwitzer Kirchgemeinde bereits ihr 300. Gemeindejubiläum.(Öffi-DD 9.08)

Kirchgemeinde Dresden-Loschwitz

Geschichte

Bis 1704 gehörten die Einwohner der Weinbaudörfer Loschwitz und Wachwitz zur Gemeinde Dresden. Da die Bevölkerung Dresdens und der Dörfer stark gewachsen und die mittelalterliche Dresdner "Frauenkirche" zu klein geworden war, bekamen Wachwitz, Loschwitz und der Gasthof "Zum weißen Hirsch" mit zugehörigem Anwesen die Auspfarrgenehmigung. Verbunden mit der Auspfarrgenehmigung war die Baugenehmigung für eine Kirche in Loschwitz. Mit dem Bau wurden der Ratsmaurermeister Johann Christian Fehre und der Ratszimmermeister George Bähr beauftragt.

Die Grundsteinlegung der Loschwitzer Kirche, ein achteckiger barocker Zentralbau, erfolgte am 29. Juni 1705. Die Weihe war am 03. August 1708. Baumeister war Johann Christph Fehre d.Ä., unterstützt von Frauenkirchenerbauer George Bähr.

1898/99 wurde die Kirche erneuert, dabei wurde der Innenraum der Kirche vollständig umgestaltet. Er wurde dem Zeitgeschmack entsprechend prunkvoll ausgebaut, die alte Innenausstattung einschließlich der Orgel entfernt und durch eine üppige mit zusätzlichen Rahmungen, Stukkaturen und Vergoldungen ersetzt.

Am 13.02.1945 wurde die Kirche von Brandbomben getroffen und brannte vollständig aus. Noch im August 1945 wurde die Ruine vom Schutt beräumt und das Mauerwerk gesichert. es wurden verschieden Anläufe unternommen, die Kirche wieder aufzubauen, die aber alle scheiterten.

Nach einem zweijährigen Arbeitseinsatz der "Jungen Gemeinde" konnte auf die Ruine ein neues Geläut aufgesetzt und die noch relativ gut erhaltene Sakristei als erster funktionsfähiger Raum ausgebaut werden. Am 2. November 1969 fand die Weihe des Geläuts unter großer Anteilnahme der Gemeinde statt.

1978 wurde die Kirche unter Denkmalschutz gestellt, 1985 nahm die Gemeinde einen erneuten Anlauf zum Wiederaufbau. 1991, beim 1. Elbhangfest, konnte der symbolische Grundstein zum Wiederaufbau gelegt werden. Am 2. Oktober 1994 erfolgte die Wiederweihe der Kirche.

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