6. Oktober 2008
Erklärung des Leipziger Pfarrertages zur Universitätskirche St. Pauli
Universitätskirche sollte auch in Zukunft als ungeteilter Raum nutzbar sein
LEIPZIG - Auf dem Leipziger Pfarrertag wurde am 2. Oktober gegenüber dem Landesbischof und dem Vertreter des Landeskirchenamtes u. a. der Neubau der Universitätskirche auf dem Campus der Universität Leipzig am Augustusplatz angesprochen. Im Verlaufe der Diskussion kam es zu einer Meinungsbildung der Pfarrerinnen und Pfarrer aus den Kirchenbezirken Borna und Leipzig. Mit Zustimmung der übergroßen Mehrheit der Versammelten wurden folgende Erwartungen ausgesprochen:
- Das neu entstehende Gebäude der Universitätskirche muss auch so heißen: Universitätskirche St. Pauli.
- Die Integrität des Raumes muss gewahrt bleiben. Darum wird der Bau einer trennenden Glaswand abgelehnt.
- Die historische Kanzel soll wieder aufgestellt werden.
Der Pfarrertag tritt dafür ein, dass die neue Universitätskirche auch in Zukunft als ungeteilter Raum so genutzt wird, wie das in ihrer Geschichte üblich war: gottesdienstlich, akademisch und musikalisch. Nur so kann sie wieder zum Ort und Symbol werden für das freie Wort und den fruchtbaren Diskurs von Wissenschaft, Kunst und Religion.
Der Pfarrertag bittet den Landesbischof, in seinen Gesprächen mit der Landesregierung, der Stadt Leipzig und der Universität Leipzig diese Erwartungen mit Nachdruck vorzutragen.
Der Pfarretag erwartet, dass das Rektoratskollegium der Universität Leipzig seine Position in diesen Fragen überprüft.


