24. Oktober 2008 - DRESDEN
Frauenkirche Dresden feiert drittes Kirchweihfest
Der Festgottesdienst findet am Sonntag um 11 Uhr statt.

Zur Weihe der Dresdner Frauenkirche 2005
Die Weihe der Dresdner Frauenkirche jährt sich 2008 zum dritten Mal. Im Festgottesdienst am Sonntag, 26. Oktober, um 11 Uhr predigt Jochen Bohl, Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens. Einer gestalteten Besichtigung am Nachmittag folgt am Abend der Ökumenische Gottesdienst zum Kirchweihfest. Am Donnerstag, 30. Oktober, sind anlässlich des 3. Jahrestags der Weihe Motetten von Heinrich Schütz zu hören.
„Das Interesse an der Frauenkirche ist ungebrochen, täglich kommen mehr als 1.000 zu Gottesdiensten und Andachten“, freut sich Frauenkirchenpfarrer Holger Treutmann. „Die Geschichte und Architektur des unverwechselbaren Sakralbaus sowie das Zusammenwirken von geistlichen Angeboten, vielfältigen Besichtigungsmöglichkeiten und großartiger Musik machen die Faszination aus und geben der Frauenkirche ihr einzigartiges Gesicht“, ist sich Treutmann sicher.
Die gestaltete Besichtigung zum Kirchweihfest am Nachmittag verbindet Wort und Musik. Orgelkompositionen von Bach, Mendelssohn Bartholdy und Brahms wechseln sich mit Worten zu „Hier ist nichts anderes als Gottes Haus“ (1. Mose 28,17) ab. Am Jahrestag der Weihe konzertieren der Kammerchor der Frauenkirche und das Ensemble „Instrumenta musica“ Motetten von Heinrich Schütz. Die Frauenkirche steht in enger Beziehung zu Schütz. Der Komponist und ehemalige Hofkapellmeister lebte 50 Jahre am Dresdner Neumarkt und wurde 1672 auf dem Grundstück der Frauenkirche beigesetzt.

Jugendfestival EVA2008
Im dritten Jahr nach der Weihe hat die Stiftung Frauenkirche Dresden mit der Gedenkveranstaltung „13. Februar 2008: wahrhaftig erinnern – versöhnt leben“ und dem Jugendfestival EVA2008 ihre Botschaft „Brücken bauen, Versöhnung leben, Glauben stärken“ unterstrichen. Musikalische Höhepunkte waren unter anderen Wagners „Liebesmahl der Apostel“ und der 1. Aufzug des „Parsifal“.
Mit der Verleihung des Sächsischen Förderpreises für Demokratie am 9. November und der Fortsetzung der Reihe FORUM FRAUENKIRCHE mit Vorträgen von Charlotte Knobloch, Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, Professor Paul Kirchof und Professor Christian Pfeiffer im Rahmen der Ökumenischen Friedensdekade setzt die Stiftung Frauenkirche Dresden auch im vierten Jahr nach der Weihe ihren Einsatz für Frieden und Versöhnung fort. Mit dem Bach Collegium Japan am 15. November und der „Adventlichen Festmusik aus Dresden“ mit Anja Harteros, Elina Garanca, Jonas Kaufmann und der Staatskapelle Dresden am 29. November stehen in den kommenden Wochen großartige Konzertabende auf dem Programm.
Die Frauenkirche ist täglich geöffnet und lädt ein zu Gottesdiensten und Andachten, zu Konzerten und zur Geistlichen Sonntagsmusik sowie zu Führungen und Vorträgen, zur persönlichen Andacht, zur Seelsorge und zum Gebet. Von der Aussichtsplattform genießen die Besucher einen einzigartigen Ausblick über Dresden und Umgebung. (FK 23.10.2008)


