10. November 2008 - LEIPZIG
Lange Nacht für den Frieden
„Frieden riskieren“ in der Leipziger Nikolaikirche am 14. November

LEIPZIG - Seit mehr als 20 Jahren gibt es die „Nacht für den Frieden“ in der Leipziger Nikolaikirche, die aus der kirchlichen Friedensbewegung in der DDR hervorgegangen ist. Als 1985 im Rahmen der Leipziger DOK-Filmwoche Jugendliche mit Presseleuten aus dem westeuropäischen Ausland ins Gespräch kommen wollten, wurden ihnen die Tore der Nikolaikirche geöffnet, um ihnen einen geschützten Raum für ihre Anliegen zu gewähren. Die Nacht für den Frieden war geboren. Heute findet die Veranstaltung unter weniger gefährlichen Bedingungen statt, widmet sich aber immer noch den brandaktuellen Themen der Zeit.
Am Freitag, dem 14. November, dreht sich ab 19:00 Uhr in der Nikolaikirche alles um das Thema „Frieden riskieren“. Wer oder was riskiert Frieden? Wollen wir Frieden ausprobieren, riskieren? Und was heißt Frieden? Zu diesen Fragen haben Vertreter der evangelisch-lutherischen, katholischen und baptistischen Jugend verschiedene Programmpunkte und Workshops vorbereitet. So wird zum Beispiel ein Militärpfarrer von seiner Arbeit berichten und sich ein Workshop mit Musik befassen, die Frieden riskiert.
Zum Angebot dieser Nacht gehören auch ein Gottesdienst und Konzerte mit den Bands „Rejoice“ und „Privileg“. Mit einem Taizégebet gegen Mitternacht findet die Veranstaltung ihren Abschluss. Es wird kein Eintritt erhoben. Die Kirche steht allen offen. Besonders herzlich eingeladen sind alle Jugendlichen ab 14 Jahre. Zur Stärkung steht während der langen Nacht ein Café zur Verfügung.(JuPf_Lpz 10.11.08)
Jugendpfarramt Leipzig


