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13. November 2008 - ZWICKAU

Annen-Medaille: Zwei Ehrenamtliche der Stadtmission ausgezeichnet

Ministerin Clauß: Freiwillige Arbeit baut Brücken innerhalb einer Gesellschaft

Bild: Beate Braune hält die Auszeichnung
(l.n.r.) Beate Braune und ihr Sohn Benjamin Braune, Sozialministerin Christine Clauß

DRESDEN / ZWICKAU - Die sächsische Sozialministerin Christine Clauß zeichnete Beate Braune aus Mülsen und Rosmarie Franke aus Zwickau als verdiente Mitbürgerinnen mit der Annen-Medaille des Freistaates Sachsen aus. Die beiden Frauen sind ehrenamtliche Mitarbeiterinnen in Einrichtungen der Stadtmission Zwickau.
"Mit dieser Ehrung werden diejenigen öffentlich gewürdigt, die sich tagtäglich ehrenamtlich engagieren", sagte Christine Clauß bei der feierlichen Verleihung im Dresdner Kulturrathaus. Ohne solches Tun wäre eine Gesellschaft nicht lebensfähig, ergänzte die Ministerin: "Sie lebt von denjenigen, die mehr tun als ihre Pflicht. Sie übernehmen die Mitverantwortung für das Gemeinwesen und begreifen den Staat nicht nur als Dienstleistungsbetrieb. Freiwillige Arbeit baut Brücken innerhalb einer Gesellschaft, zwischen reichen und ärmeren Menschen, zwischen Älteren und Jungen, zwischen Kranken und Gesunden."

Beate Braune betreut seit mehr als vier Jahren ältere Menschen im Urbanushaus in Thurm. Sie weiß um die Wünsche und Bedürfnisse vieler Bewohnerinnen und Bewohner und begleitet Menschen liebevoll auch auf dem letzten Lebensweg. Der Umgang mit Tod und Sterben ist ein Bestandteil ihrer Arbeit. Sie gehört zu einem Team von Ehrenamtlichen, die in einem Hospiz-Grundkurs des ambulanten Hospizdienstes ELISA ausgebildet wurden.

Bild: Rosmarie Franke hält ihre Auszeichnung
(v.l.n.r.) Rosmarie Franke, Maria Weidenmüller, Sozialministerin Christine Clauß

Im Jakobushaus der Diakonie Stadtmission Zwickau e. V. kümmert sich Rosmarie Franke um alte Menschen, die an einer Demenzerkrankung leiden. "Ehrenamtliche wie Rosmarie Franke sind in der Betreuung Demenzkranker im Jakobushaus ein großer Segen" berichtet Juliane Hanisch, Heimleiterin des Hauses. Sie bringen Zeit, Verständnis und viel Geduld auf. Das spüren Bewohner und Angehörige gleichermaßen.

Die Annen-Medaille wurde im Jahre 1995 von der Sächsischen Staatsregierung zum Andenken an die wohltätige Kurfürstin "Anna von Sachsen" (1532 -1585) gestiftet und wird dieses Jahr zum 14. Mal verliehen. Aus Meißner Porzellan gefertigt trägt die Annen-Medaille auf der Vorderseite die Worte "helfen, pflegen, fördern". Auf der Rückseite sind die Worte "miteinander leben, füreinander da sein" eingeprägt. "Es ist in unserer Zeit gut und nötig, dass in der Öffentlichkeit auf diese zukunftweisenden Werte hingewiesen wird", so die Ministerin.

Dass gleich zwei ehrenamtliche Mitarbeiterinnen der Diakonie Stadtmission Zwickau e. V. diese Auszeichnung erhalten, "rückt den Einsatz ehrenamtlicher Mitarbeiter unserer Altenheime in den Mittelpunkt, die sich aufopferungsvoll um alte Menschen kümmern", äußerte sich Rolf Schlagmann, Direktor der Stadtmission sehr erfreut. "So erfahren zwei Kollegen eine große Würdigung für ihren unermüdlichen Einsatz", so Schlagmann weiter. Gleichzeitig sei dies Anlass, den mehr als 200 ehrenamtlichen Mitarbeitern der Stadtmission zu danken, die sich liebevoll für kranke, behinderte oder benachteiligte Menschen engagieren.(Diakonie Zwickau 10.11.08)

Diakonie Zwickau

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