5. Dezember 2008 - ANNABERG
Bergmanns-Krippe im erzgebirgischen Annaberg um drei Figuren reicher
Kunstprojekt wird um Marktfrau, Bäckermädchen und Hausierer ergänzt

Bergmannskirche in Annaberg
ANNABERG - Die „Bergmännische Krippe“ im erzgebirgischen Annaberg (Sachsen) ist ab 7. Dezember um drei weitere Figuren reicher. In einer Andacht in der Bergkirche St. Marien würden in diesem Jahr eine Marktfrau, ein Bäckermädchen und ein Hausierer übergeben, teilte die Stadtverwaltung am 4. Dezember in Annaberg mit. Damit sind dann 25 von über 30 geplanten Figuren der Krippe fertiggestellt.
Die bis zu 1,20 Meter hohen Holzfiguren sind seit 2000 in Arbeit. Sie entstehen in den Werkstätten erzgebirgischer Holzbildhauer und stellen das biblische Weihnachtsgeschehen in einer typischen Bergbaulandschaft des 19. Jahrhunderts dar. Die Krippe zeige „in beispielhafter Weise die enge Verbindung von Bergbau-, Glaubens- und Stadtgeschichte“, hieß es. Zudem sei sie ein "meisterhaftes Beispiel für die erzgebirgische Schnitzer- und Holzbildhauertradition".
Für das Kunstprojekt unter Leitung der Stadt Annaberg und der evangelisch-lutherischen Kirchgemeinde Annaberg-Buchholz sollen bis zur Fertigstellung rund 160.000 Euro ausgegeben werden. Geplant sind über 30 Figuren. In der Bergkirche sind bereits das Jesuskind mit Joseph und Maria, Bergbeamte, Handwerker und Vertreter des städtischen Lebens wie Pfarrer, Lehrer und Ratsherr zu sehen. Auch die drei Weisen sind als Bergarbeiter dargestellt. ( epd© 4.12.2008 )


