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2. Juli 2009

Landesbischof ruft zu landesweiten Fürbitten für Entführte auf

Bohl: Wir hoffen auf eine unversehrte Rückkehr der Verschleppten

DRESDEN – Da sich die Hoffnung auf eine rasche Befreiung der fünfköpfigen sächsischen Familie im Jemen aus der Gefangenschaft leider nicht bestätigt habe, ruft Landesbischof Jochen Bohl die Kirchgemeinden auf, „bis auf weiteres die Entführten und ihre Angehörigen in die Fürbitte einzuschließen.“ „Der wichtigste Dienst, den wir tun können, ist weiterhin für sie zu beten“, schrieb der Landesbischof an alle Superintendenten der Kirchenbezirke. Die entführten sind Gemeindeglieder der Landeskirche.

Der Landesbischof informierte sich von Anfang an über den aktuellen Stand des Entführungsfalles und hatte Kontakt zu den Angehörigen. Die „Zeit des Bangens“ ginge für die Angehörigen weiter, da sich die entführte Familie zweifellos in großer Gefahr befinde, äußert sich Bohl besorgt. Trotzdem „hoffen wir auf eine unversehrte Rückkehr der Verschleppten“. Er stellte seinen Aufruf unter den Bibelvers im 12. Kapitel des Römerbriefes, wo es heißt: „Seid fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal, haltet an am Gebet“(V.12).

Bereits kurz nach dem Bekanntwerden des Entführungsfalls hatte der zuständige Superintendent im Kirchenbezirk Bautzen, Reinhard Pappai, die Kirchgemeinden aufgerufen, in Gottesdiensten und in anderen Veranstaltungen für Johannes und Sabine H. und die drei Kinder Lydia (4 Jahre), Anne (3 Jahre) und Simon (1 Jahr) sowie für die Großeltern und anderen Angehörigen zu beten. Er drückte im Namen der Kirche den im Kreis Bautzen lebenden Angehörigen sein Mitgefühl und seine Besorgnis aus.

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