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Aktuelles

29. Juli 2009

Würdigung für verstorbenen Altbischof Dr. Krusche

Landesbischof i.R. Dr. Hempel hält im Magdeburger Dom die Trauerpredigt

Bild: Bischof  i.R. Werner Krusche (Foto: EKM)
Werner Krusche

DRESDEN – Die sächsische Landeskirche würdigt die Verdienste des am 24. Juli dieses Jahres verstorbenen Altbischofs Dr. Dr. h.c. Werner Krusche (91). Krusche wurde am 28. November 1917 im erzgebirgischen Lauter als Sohn eines Gemeinschaftspredigers geboren. Als Soldat im Zweiten Weltkrieg wurde er schwer verwundet und geriet in britische Kriegsgefangenschaft. Mit großer Dankbarkeit erinnert sich die sächsische Landeskirche an die Bereitschaft Krusches, nach dem Theologiestudium und einer wissenschaftlichen Assistententätigkeit in Heidelberg in den Osten zurückzukehren. In der schwierigen Zeit des Kirchenkampfes in der DDR übernahm er 1954 eine Pfarrstelle in Dresden.

1958 wurde Krusche Studiendirektor des Evangelisch-Lutherischen Predigerseminars in Lückendorf in der Oberlausitz. Von 1966 bis 1968 war er Dozent für Systematische Theologie am Theologischen Seminar in Leipzig. Von dort wurde er in das Bischofsamt der Ev. Kirche der Kirchenprovinz Sachsen berufen, das er bis 1983 innehatte. Bischof Krusche war ein klarsichtiger Kirchenführer, dessen Predigten und Stellungnahmen für die evangelischen Landeskirchen in der DDR wegweisend waren. In allen Stationen seines Dienstes war er den Menschen seelsorgerlich zugewandt.

Landesbischof Jochen Bohl betonte insbesondere die prägende Bedeutung Krusches für die theologische Aus- und Fortbildung in der sächsischen Landeskirche. Die 2007 erschienene Autobiografie des Altbischofs „Ich werde nie mehr Geige spielen können“ hinterließ nach Bohls Aussage bei ihm einen nachhaltigen Eindruck.
Die Traueransprache im Gottesdienst am Freitag, 31. Juli, um 14:00 Uhr, im Dom St. Mauritius und Katharinen zu Magdeburg wird der sächsischen Landesbischof i.R. Dr. Dr. h.c. Johannes Hempel halten, der seinem Bischofskollegen aus den Zeiten der Konferenz der ostdeutschen Kirchenleitungen des Kirchenbundes in der DDR eng verbunden war. Die Beisetzung findet nach Aussage der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland im Familien- und Freundeskreis zu einem späteren Zeitpunkt statt.

Evangelische Kirche Mitteldeutschlands

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