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Aktuelles

7. August 2009

Kritik am Bericht der ZDF-Sendung "Frontal 21" über evangelikale Missionseinsätze

Landesbischof Jochen Bohl fordert das ZDF zur Richtigstellung des Tendenzberichtes auf

DRESDEN - Mit Unverständnis hat Landesbischof Jochen Bohl auf den Beitrag der ZDF-Sendung Frontal 21 „Sterben für Jesus - Missionieren als Abenteuer“ vom 4. August 2009 reagiert. Mission und Entwicklung gehörten für die weltweite Arbeit der Kirchen und ihr nahestehender Hilfsorganisationen zusammen, sagte Bohl am Donnerstag: „Es ist zu begrüßen, wenn sich Jugendliche für eine gute Sache einsetzen - hier in Deutschland und auch in anderen Ländern.“ Es sei daher diffamierend, junge Christen auf eine Stufe mit Koma-Säufern zu stellen, wie im Beitrag geschehen.
Die Sächsische Landeskirche bangt derzeit um das Wohl einer Familie aus Bautzen, die im Jemen entführt worden ist. Es sei unverantwortlich, den selbstlosen Einsatz in anderen Kulturen als „bloßes Abenteuer“ zu bezeichnen.
Der Landesbischof sorgt sich vor allem um das Recht der Religionsfreiheit: „Die Religionsfreiheit ist ein Menschenrecht und ich finde es empörend, wenn allen Ernstes die Auffassung vertreten wird, dass sie in anderen Ländern nicht gelten soll.“ Anlass der Sendung war die Ermordung von zwei deutschen Praktikantinnen im Juni diesen Jahres, die im Jemen in einem Krankenhaus gearbeitet hatten. Es sei zu wünschen, dass den betroffenen Familien jeder mögliche Beistand aus Kirche und Gesellschaft gegeben wird, so Bohl.
Die verbale Gleichsetzung von Selbstmordattentätern mit Ermordeten in der Schlussmoderation ist laut Bohl eine nicht zu akzeptierende Entgleisung. Es könne nicht akzeptiert werden, wenn ein öffentlich-rechtlicher Sender Täter und Opfer auf eine Stufe stelle.

Der Landesbischof fordert das ZDF zu einer Richtigstellung des Tendenzberichtes auf. (PM 6.8.09)
 

 

 

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