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Aktuelles

28. August 2009

Landeskirche für umfassende Berücksichtigung der familiären und der psychischen Situation von Asylbewerbern

Landeskirche für eine großzügigere Auslegung gesetzlicher Bestimmungen

DRESDEN - Der Selbstmord der 32-jährigen Libanesin am vergangenen Montag im Asylbewerberheim Frankenau hat in der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens tiefe Bestürzung ausgelöst. Sie spricht dem Ehemann, den drei Kindern und der Familie ihr Beileid und tiefes Mitgefühl aus.

Der tragische Tod der Mutter von drei Kindern zeigt mit unübersehbarer Deutlichkeit, dass umfassende Anstrengungen nötig sind, um die humanitären Erfordernisse allen Asylbewerbern zukommen zu lassen und deren familiäre und psychische Situation zu berücksichtigen.

Die Landeskirche tritt für eine großzügigere Auslegung der gesetzlichen Bestimmungen ein, die in der Regel die Unterbringung in Gemeinschaftsunterkünften vorsehen. Diese Unterbringung wird der schwierigen familiären Situation und der psychischen Belastung der betroffenen nicht gerecht.

Die Landeskirche wendet sich an die Kirchgemeinden, dass sich mehr Personen bereit finden, die Asylbewerbern zur Seite stehen und ihnen menschliche Unterstützung geben. Auf dieses Weise konkretisiert sich der Aufruf der Landeskirche, aktiv gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Antisemitismus aufzutreten und sich für die Wahrung und Respektierung der Menschenwürde aller Menschen, für Toleranz und demokratische Umgangsformen einzusetzen.

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