2. Oktober 2009
Aufruf zu Spenden für Opfer der Naturkatastrophen in Südostasien
Die sächsische Landeskirche hilft mit 20.000 Euro aus dem Soforthilfefonds

DRESDEN / RADEBEUL - Diakonie Sachsen und die Landeskirche rufen zu Spenden für die Opfer des Tropensturms „Ketsana“ auf den Philippinen auf. Die sächsische Landeskirche stellt 10.000 Euro aus dem Soforthilfefonds zur Verfügung und verweist auf die Dringlichkeit der notwendigen Hilfsmaßnahmen. So hat dieser Wirbelsturm inzwischen auch in Vietnam und Kambodscha zahlreichen Menschen das Leben gekostet. Der Wirbelsturm forderte damit in Südostasien über 300 Todesopfer.
Darüber hinaus ereignete sich kurz darauf am 30. September auf der indonesischen Insel Sumatra ein starkes Erdbeben, und in dessen Nachbeben innerhalb von 24 Stunden wahrscheinlich über 1.000 Menschen ihr Leben verloren haben. Für die Opfer der Tragödie stellt die Landeskirche ebenfalls 10.000 Euro aus dem Soforthilfefonds zur Verfügung und bittet auch hier um Spenden.
Auf den Philippinen hat „Ketsana“ mindestens 277 Menschen in den Tod gerissen und die Häuser von mehr als zwei Millionen Einwohnern überflutet. Die Partnerorganisation CDRC (Citizens’ Disaster Response Center) der Diakonie Katastrophenhilfe hilft seit Beginn der Katastrophe den betroffenen Menschen.
Das Auswärtige Amt und die Diakonie Katastrophenhilfe stellten gemeinsam rund 258.000 Euro als Soforthilfe zur Verfügung. Davon kauft CDRC Zelte und Nahrungspakete für rund 60.000 Menschen. Jedes Hilfspaket sichert das Überleben einer sechsköpfigen Familie zunächst für drei Tage. Die Pakete enthalten vor allem Reis, Bohnen, Zucker, Speiseöl, Trinkwasser sowie Hygieneartikel.
Aktuell bleibt die Situation für die Menschen auf den Philippinen kritisch. So sind zahlreiche Dörfer rund um die Hauptstadt Manila immer noch überflutet und aus zahlreichen Regionen werden Erdrutsche gemeldet.
Nach den verheerenden Erdbeben in Indonesien erwartet die Diakonie Katastrophenhilfe ebenfalls großen Hilfsbedarf. Zurzeit werden erste Nothilfemaßnahmen für die Opfer vorbereitet. Erste Mitarbeiter des globalen Kirchennetzwerks ACT (Kirchen helfen gemeinsam) sind bereits vor Ort. Es mangelt vor allem an Trinkwasser, Nahrungsmitteln und Notunterkünften. Für die Soforthilfe stellt das evangelische Hilfswerk 100.000 Euro bereit.
Die Mitarbeiter des evangelischen Hilfswerks vor Ort stimmen sich mit anderen lokalen Hilfsprojekten ab, um besser Hilfe leisten zu können. Die bisherigen Partnerprojekte befinden sich im Norden der lnsel und sind von den Folgen der Beben verschont geblieben. Leonardo Ratuwalangon, Leiter des Regionalbüros der Diakonie Katastrophenhilfe für Indonesien, berichtet von schweren Zerstörungen: „Circa 70-80 Prozent aller Häuser in der Stadt Pariaman sind eingestürzt.“
Ähnlich ist die Situation in der 900.000-Einwohnerstadt Padang: Hunderte Häuser stürzten ein und begruben Tausende von Menschen unter ihren Trümmern.
- Die Diakonie Sachsen und die Landeskirche bitten unter dem Kennwort „Asien Sturmhilfe“ dringend um Spenden auf das Konto 100 100 100 bei der Landeskirchlichen Kreditgenossenschaft Sachsen eG - LKG - BLZ 850 951 64 für die Opfer des schweren Tropensturms auf den Philippinen.
- Die Diakonie Sachsen und die Landeskirche bitten unter dem Kennwort „Erdbeben Indonesien“ dringend um Spenden auf das Konto 100 100 100 bei der Landeskirchlichen Kreditgenossenschaft Sachsen eG - LKG - BLZ 850 951 64 für die Opfer der schweren Erdbebenwellen.


