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Aktuelles

12. Oktober 2009 - LEIPZIG

Leipziger Thomaskirche mit neuem „Friedens-Fenster“

Fenster soll immer neue Diskussion über Friedensauftrag der Kirchen auslösen

Bild: Neues Friedenfenster in der Thomaskirche Leipzig

LEIPZIG – 20 Jahre nach der friedlichen Revolution wurde in der Leipziger Thomaskirche am 11. Oktober in einem Festgottesdienst das Friedens-Fenster nach dem preisgekrönten Entwurf des Leipziger Künstlers David Schnell eingeweiht. Im Gottesdienst kam auch die "Friedens-Kantate" der Komponistin Ann Gebuhr aus Houston von amici musicae unter der Leitung von Ron-Dirk Entleutner und dem Jugendsinfonieorchester der Musikschule Leipzig zur Uraufführung. The Reverend Robert Moore von der Christ the King Evangelical Lutheran Church (Houston) und Thomaspfarrer Christian Wolff hielten eine zweisprachige Dialogpredigt.

In der inhaltlichen Vorgabe des Kirchenvorstandes war die Aufgabe so beschrieben, dass das Friedens-Fenster die politische Wende und die friedliche Revolution 1989 aufnehmen und würdigen soll, die ohne das Wirken der Kirchen nicht möglich gewesen wären. Das von David Schnell gestaltete Friedens-Fenster sei nach Aussage der Kirchgemeinde bestens geeignet, eine immer neue Diskussion über den Friedensauftrag der Kirchen auszulösen. Schnell verzichtet auf alle gängigen Friedenssymbole wie Regenbogen oder Taube. Er stellt den Frieden auch nicht als paradiesischen Zustand, als heile Welt, dar, sondern als einen aufregenden Prozess, der aus der Kirche auf die Straße führt, was 1989 eine besondere Bedeutung gewann.

Die Realisierung des Friedens-Fensters wurde durch großzügige Spenden in Höhe von 80.000 Euro von der Houston - Leipzig Sister City Association (HLSCA) und von Rotariern aus Houston ermöglicht.

Thomaskirche Leipzig

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