28. November 2009
Neuer Superintendent des Kirchenbezirks Freiberg
Superintendent im neu gebildeten Kirchenbezirk, der Anfang des Jahres aus der Vereinigung der Kirchenbezirke Dippoldiswalde und Freiberg hervorging

Christoph Noth
DRESDEN - Der bisherige Militärdekan, Pfarrer Christoph Noth (57), wird neuer Superintendent des Kirchenbezirks Freiberg. Damit verbunden ist auch die Übertragung der 1. Pfarrstelle der Domgemeinde St. Marien Freiberg. Landesbischof Jochen Bohl wird ihn am 10. Januar 2010 um 14:00 Uhr in einem Gottesdienst im St.-Marien-Dom in sein Ephorenamt einführen.
Auf einer ihrer zurückliegenden Sitzungen hatte die Kirchenleitung Noth zum Superintendenten ernannt, nachdem ihn die Kirchenbezirkssynode am 5. Juni gewählt hatte. Er ist der erste Pfarrer, der nach einer Wahl von der Kirchenleitung zum Superintendenten ernannt wurde.
Christoph Noth wurde 1952 in Dresden geboren und besuchte als Mitglied des Dresdner Kreuzchores die Kreuzschule. Nach dem Abitur begann er 1971 ein Theologiestudium am Theologischen Seminar in Leipzig. Mit Beendigung des Vorbereitungsdienstes und dem 2. Theologischen Examen wurde Noth 1978 in Hohnstein/Sächs. Schweiz ordiniert und übte dort bis 1987 den Pfarrdienst aus. Anschließend wechselte er an die Christuskirche in Heidenau. 2002 wurde Noth für den Dienst als Seelsorger an den Soldaten der Bundeswehr beurlaubt. Er ist noch bis Ende des Jahres als Standortpfarrer in Dresden tätig. Noth wurde 2005 vom Evangelischen Kirchenamt für die Bundeswehr zum Militärdekan ernannt und war auch im Auslandseinsatz im Kosovo. In diesem Jahr übernahm er zusätzlich das Ehrenamt als Landespfarrer bei der Johanniter-Unfall-Hilfe (Landesverband Sachsen). Die Einführung fand im Rahmen eines Gottesdienstes am 19. September in Leipzig-Sommerfeld statt.
Der Kirchenbezirk Freiberg umfasst seit der Vereinigung mit dem früheren Kirchenbezirk Dippoldiswalde Anfang dieses Jahres 44 Kirchgemeinden und Kirchspiele mit 45.000 Gemeindegliedern. In dieser östlichen Erzgebirgsregion versehen 36 Pfarrerinnen und Pfarrer ihren Dienst in über 80 Kirchen.
Der Superintendent leitet den Kirchenbezirk geistlich, ist Seelsorger der Pfarrerinnen und Pfarrer und in wichtige Verwaltungsangelegenheiten einbezogen. Er vertritt kirchliche Standpunkte in der Region öffentlich. In seiner Funktion ordiniert er Pfarrerinnen und Pfarrer, übt die Aufsicht aus und visitiert als Dienstvorgesetzter in den Kirchgemeinden der Ephorie.


