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Aktuelles

17. Februar 2010

Landeskirche sieht verheerendes Signal bei Kürzung der Jugendhilfe

Präsident Dr. Kimme betont ehrenamtliches Engagement bei der Ev. Jugend

DRESDEN – Für die sächsische Landeskirche seien drastische Kürzungen bei der Jugendarbeit ein „verheerendes Signal an alle Heranwachsenden insbesondere in den ländlichen Regionen Sachsens“, sagt der Präsident des Landeskirchenamtes, Dr. Johannes Kimme, zu den beabsichtigen Einsparungen des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales. So lebten die Jugendlichen im Spannungsfeld zwischen Weggang in reichere Bundesländer und der Hoffnung auf eine Zukunft in Sachsen.

Dr. Kimme verweist darauf, dass in den ländlichen Regionen häufig die gut organisierten Rechtsextremisten präsent seien, aber auch die kirchliche Jugendarbeit. „In dieser Konstellation wollen wir nicht den Rechten das Feld überlassen“, betont er. Im landesweiten Jugendarbeitsbereich der Evangelischen Jugend seien die Mittel auch deshalb besondern gut aufgehoben, da sie durch ein hohes Maß an ehrenamtlicher Mitarbeit verstärkt würden, so der Präsident.

Nach Angaben der Evangelischen Jugend in Sachsen hätten die beabsichtigten Einsparungen im Bereich der ‚Arbeit mit Kindern und Jugendlichen’ eine „nie da gewesene Relevanz“. So befürchtet die örtliche und landesweite Jugendarbeit beim geplanten „Kahlschlag“ von 30 Prozent Auswirkungen nicht nur auf Projekte, sondern auch auf strukturellem Gebiet in der außerschulischen Pädagogik und in sozialen Betreuungsangeboten. Für Landesjugendpfarrer Tobias Bilz seien in einem „verheerenden Schneeballeffekt“ allein im Bereich der Evangelischen Jugend letztlich tausende Jugendliche betroffen.

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