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Aktuelles

5. März 2010

Landeskirche stellt 15.000 Euro für Nothilfe in Chile zur Verfügung

In Chile nahm inzwischen ein ökumenisches Nothilfeteam die Arbeit auf

Bild: Risse und Gräben durch Straßen führen zur Unterbrechung von Fernverkehrswegen (Fotos: GAW)

DRESDEN – Die sächsische Landeskirche stellt 15.000 Euro aus ihrem Soforthilfe-Fonds für die Opfer des Erdbebens in Chile zur Verfügung. Mit 10.000 Euro sollen die Aktivitäten der Diakonie Katastrophenhilfe im globalen Verbund "ACT Alliance" (Kirchen helfen gemeinsam) unterstützt werden. Die Partner in der Katastrophenvorsorge leisten jetzt Nothilfe mit dringend benötigten Nahrungsmitteln, Decken und Planen. Aufgrund der zusammengebrochenen Telefonnetze war eine Kontaktaufnahme mit Partnerorganisationen der Schwesterorganisation "Brot für die Welt" und des Evangelischen Entwicklungsdienstes bisher nur nach Santiago de Chile möglich gewesen. Die Lage im Erdbebengebiet sei weiterhin ziemlich schlecht, so ein Mitarbeiter von "Brot für die Welt".

Bild: Häuser und Autos in der Küstenregion sind von Flutwellen zerstört

Weitere 5.000 Euro werden als Soforthilfe der Landeskirche dem Gustav-Adolf-Werk e.V. (GAW) in Leipzig überwiesen, da das Diasporawerk der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) Spenden für die vom Erdbeben betroffenen evangelischen Gemeinden sammelt. Vor allem soll die kirchliche Infrastruktur wieder aufgebaut werden, damit die sozialen Einrichtungen und Kirchen der Partnergemeinden wieder ihre diakonische und seelsorgerliche Arbeit aufnehmen können. Um die Bestandsaufnahme und Hilfe für zerstörte kirchliche Einrichtungen im Erdbebengebiet zu koordinieren, ist in Chile ein ökumenisches Nothilfeteam gegründet worden.  Dem Team gehört auch die Evangelisch-Lutherische Kirche in Chile, Partnerkirche des (GAW) an.

Bild: Eingestürzte Betonbrücke

In ersten Berichten von Pfarrern aus dem besonders betroffenen Gebiet um die Stadt Concepción ist von starken Zerstörungen und chaotischen Verhältnissen die Rede. So gebe es in Coronel kein Wasser, kein Licht, kein Benzin und keine Lebensmittel. Viele hätten sich aus Angst vor Überfällen und Einbrüchen zurückgezogen. Die Stadt Conception sei zum größten Teil zerstört und in Chiguayante hätten einige Familien in die Kirche flüchten müssen, weil sie alles verloren haben. In der Hauptstadt Santiago de Chile habe inzwischen die Evangelisch-Lutherische Kirche die Schäden an ihren Einrichtungen aufgenommen. Die Sachschäden an einem Kindergarten sowie an Gemeindehäusern seien in ihrer Höhe noch nicht genau zu ermitteln.

  • Das GAW bittet um Hilfe für die vom Beben betroffenen evangelischen Gemeinden in Chile auf das Spendenkonto: 22 33 44 bei der Landeskirchlichen Kreditgenossenschaft Sachsen (LKG) Dresden, BLZ 850 951 64. Kennwort: Chile Erdbebenhilfe
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