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Aktuelles

18. März 2010

Kirchgemeindliche Veranstaltungen zum Ende der Passionszeit

Passion in Sachsen mit Konzerten, Passionsspielen und Kreuzwegen

Bild: Konzert in der Frauenkirche (Foto: c Jan_Gutzeit)

DRESDEN - In den wenigen Wochen der Passionszeit verdichten sich die dunkelsten und hellsten Erfahrungen der Menschheit zwischen Tod und Leben. Musiker, Maler und Dichter aus Vergangenheit und Gegenwart formulieren in ihrer jeweils künstlerischen Handschrift und in gültigen Formulierungen, das biblische Passionsgeschehen in Wort, Bild und Musik.
Zu den musikalischen Höhepunkten gehört traditionell die Matthäuspassion von Johann Sebastian Bach. Ein Konzert anlässlich von Bachs 325. Geburtstages findet am Sonntag, 21. März, 17:00 Uhr, in der Martin-Luther-Kirche Dresden-Neustadt mit der Hochschule für Kirchenmusik Dresden in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Musik und Tanz Köln statt. In der Zwickauer Moritzkirche kommt zuvor am 20. März das berühmte Requiem von Johannes Brahms 19:30 zur Aufführung.

Bild: Jugendliche auf dem Kreuzweg

Unter dem Titel „Kreuzworte“ findet der Ökumenische Kreuzweg in seinem 52. Jahr neue Wege. Traditionell am Freitag vor Palmsonntag (26. März) werden sich bundesweit 60.000 junge Christen mit Taizé-Gesängen auf den Weg machen und in den Kirchen Abendandachten halten. In Sachsen wird zum Ökumenischen Kreuzweg der Jugend (26. März) beispielsweise nach Pirna und in die St. Wolfgangskirche in Schneeberg (18:00 Uhr), in die Leipziger Bethlehemkirchgemeinde (18:30 Uhr) und um 19:00 Uhr in die katholische Kirche in Großenhain, nach Riesa und in die Trinitatiskirchgemeinde im vogtländischen Reichenbach eingeladen. In Alberoda bei Aue geht ein Kreuzweg nicht nur für die Jugend über sieben Stationen ab 19:00 Uhr über die „Halde“. Bereits 1958 begann der Jugendkreuzweg als „Gebetsbrücke“ zwischen jungen Christen in der Bundesrepublik und der ehemaligen DDR. Seit 1972 ist der Gebetsweg ökumenisch.

Bild: Chor bei der Aufführung

Im Freiberger Dom erklingt am 27. März (18:00 Uhr) in der Fassung von 1725 die Johannespassion von J.S. Bach im Zusammenspiel mit Solisten, dem Freiberger Domchor und Dresdner Barockorchester. Zeitgleich wird die Johannespassion in der Johanneskirche in Meißen auf historischen Instrumenten aufgeführt.
Traditionell finden Aufführungen der Johannespassion und der Matthäuspassion in der Leipziger Nikolaikirche sowie mit den Thomanern in der Thomaskirche während der Karwoche statt. Des Weiteren stehen Aufführungen der Matthäuspassion am 1. und 2. April (19:00 und 16:00 Uhr) in der Dresdner Kreuzkirche auf dem Programm. In Chemnitz erklingt die Johannespassion am 2. April in der Petrikirche am Theaterplatz (19:00 Uhr) mit der dortigen Kantorei und der sächsischen Kammerphilharmonie. Weitere Passionskonzerte kommen zuvor an diesem Tag in Chemnitz-Schönau (14:00 Uhr) und in der Chemnitzer Michaeliskirche (15:00 Uhr) zur Aufführung.

Bild: Plakat zur Ausstellung von Michael Morgner im Dom zu Meißen

Die Sonderreihe "Kreuz und Auferstehung" im Rahmen der Geistlichen Sonntagsmusik“ an der Frauenkirche Dresden ist bereits im achten Jahr wesentlicher Bestandteil des Lebens in der Frauenkirche. Sämtliche Andachten, Konzerte und alle Gottesdienste verkünden durch Wort und Musik das Geheimnis der Auferstehung nach dem Leidensweg Christi. Am Sonntag Palmarum, 28. März, wird des festlichen Einzugs Jesu in Jerusalem gedacht. So wird an diesem letzten Sonntag vor Ostern und zu Beginn der Karwoche in der Frauenkirche um 15:00 Uhr die „Krönungsmesse“ von Wolfgang Amadeus Mozart durch den Chor der Frauenkirche und der Chursächsischen Philharmonie (Bad Elster) aufgeführt. Die Matthäuspassion von Bach erklingt dann am 31. März um 20:00 Uhr.

Für die Ausstellung „Reliquie Mensch“ schuf der Chemnitzer Künstler Michael Morgner großformatige, beeindruckende  Bildtafeln zur biblischen Passionsgeschichte. Papier- und Leinwandarbeiten sowie Skulpturen zu dieser Thematik ergänzen die Präsentation. Die vom Kunstdienst der Landeskirche präsentierten Kunstwerke sind noch bis zum 16. Mai im Dom zu Meißen zu sehen.

Bild: Passionsaufführung in Gröditz - Kreuzaufnahme

In diesem Jahr wird im erzgebirgischen Zschorlau bei Aue zum vierten Mal zu Ostern das große Passionsspiel aufgeführt. Seit Jahren wird dort die erarbeitete biblische Textvorlage unverändert als Spielfolie genutzt. In 17 Szenen vermitteln 140 bis 160 Mitwirkende aus der Kirchgemeinde mit dem örtlichen Gemeinschaftsverband und der evangelisch-methodistischen Gemeinde im szenischen Spiel das Passionsgeschehen. Die männlichen Spieler ließen sich dafür extra wieder ihre Bärte lang wachsen. Jeweils um 13:00 Uhr findet das Passionsspiel am Karfreitag, am Karsamstag und am Ostersonntag und -montag statt.

Die Klingenthaler Kirchgemeinde Sachsenberg-Georgenthal führen das Passionsspiel „Judas“, gestaltet in acht Szenen, in der Kirche St. Johannes am 21.März um 16:30 Uhr auf. Der Entschluss für die Aufführung entstand im Zusammenhang mit dem Jubiläum zur 130-jährigen Kirchweih der St. Johanniskirche. Weitere Aufführungen gibt es am 11. April in der Kirche in Morgenröthe-Rautenkranz und am 25. April in Sosa.
Im Kirchenbezirk Großenhain führen am 21. März Kinder und Jugendliche aus Gröditz, Frauenhain und Nauwalde in Merzdorf (15:00 Uhr) und Gröditz (17:00 Uhr) ebenfalls ein Passionsspiel auf. So studierten sie ein Passionsspiel über die letzten Tage Jesu Christi in mehreren Szenen ein, die eng am biblischen Bericht des Evangelisten Matthäus angelehnt ist. In der Region Gröditz findet damit zum zweiten Mal ein solches Passionsspiel statt.

Bild: Abendmahlsszene in Zschorlau

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