22. März 2010 - LEISNIG-OSCHATZ
Neuer Superintendent für den Kirchenbezirk Leisnig-Oschatz ernannt
Pfarrer Liebers mit besonderem Engagement beim Kirchlichen Dienst auf dem Lande sowie Erfahrungen als Mitglied in der sächsischen Landessynode

Pfarrer Arnold Liebers
DRESDEN / LEISNIG - Pfarrer Arnold Liebers (54) aus dem westsächsischen Bad Lausick wird neuer Superintendent im Kirchenbezirk Leisnig-Oschatz. Damit verbunden ist auch die Übertragung der 1. Pfarrstelle in der St.-Matthäi-Kirchgemeinde in Leisnig. Landesbischof Jochen Bohl wird ihn am 20. Juni 2010 um 14:00 Uhr in einem Gottesdienst in der Matthäikirche in sein Ephorenamt einführen.
Er tritt die Nachfolge von Albrecht Schmidt an, der im letzten Jahr in den Ruhestand verabschiedet wurde. Die Kirchenleitung ernannte Liebers zum Superintendenten, nachdem ihn die Kirchenbezirkssynode im November letzten Jahres gewählt hatte. Er ist der zweite Pfarrer, der nach einer Wahl von der Kirchenleitung zum Superintendenten ernannt wurde.
In Burgstädt 1955 geboren, wuchs Arnold Liebers im ländlichen Spernsdorf bei Rochlitz auf und absolvierte nach seiner Schulzeit in Rochlitz von 1972 bis 1974 eine Lehre als Baufacharbeiter. Danach begann er ein Grundstudium am Theologischen Seminar in Leipzig und setzte nach Erlangung der Hochschulreife an der Sektion Theologie der Karl-Marx-Universität Leipzig sein Studium fort. Nach einer zwischenzeitlichen Unterbrechung und Einberufung zum Bausoldatendienst bei der NVA schloss er 1982 sein Diplom-Studium ab und begann seinen zweijährigen Vorbereitungsdienst (Vikariat) in der sächsischen Landeskirche.
Nach dem Zweiten Theologischen Examen 1983 und mit seiner Ordination bekam er die Pfarrstelle in Rüsseina im Kirchenbezirk Meißen übertragen. Ab 1993 arbeitete Pfarrer Liebers auch im Bereich der Männerarbeit im Kirchlichen Dienst auf dem Lande mit, war im Vorstand der damals neu gegründeten Evangelischen Heimvolkshochschule Kohren-Sahlis und zehn Jahre (1991-2001) im Vorsitz des Sächsischen Landeskuratoriums Ländlicher Raum e.V. Er wechselte 2001 auf die Pfarrstelle nach Bad Lausick mit den dazugehörigen Orten Etzoldshain, Ballendorf und Buchheim.
Von 2001 bis 2007 gehörte er als gewähltes Mitglied der 25. Landessynode an. In den letzten zwei Jahren Übernahm er Verantwortung in den Funktionen eines Stellvertretenden Superintendenten im Kirchenbezirk Borna, später Leipziger Land sowie im Vorsitz des Diakonischen Werkes Borna.
Liebers ist verheiratet und hat vier erwachsene Kinder.
Der Kirchenbezirk Leisnig-Oschatz hat fast 26.000 Gemeindeglieder in 44 Kirchgemeinden und Kirchspielen mit 25 Pfarrstellen. Im Kirchenbezirk stehen 90 Kirchen. Der Superintendent leitet den Kirchenbezirk geistlich, ist Seelsorger der Pfarrerinnen und Pfarrer und in wichtige Verwaltungsangelegenheiten einbezogen. Er vertritt kirchliche Standpunkte in der Region öffentlich. In seiner Funktion ordiniert er Pfarrerinnen und Pfarrer, übt die Aufsicht aus und visitiert als Dienstvorgesetzter in den Kirchgemeinden der Ephorie.


