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Aktuelles

24. März 2010 - HANNOVER / STOLLBERG

Christliche Arbeitsvermittlung als Projekt des Monats bei „Kirche im Aufbruch“

Kirchengemeinde als Träger des Unternehmens spricht von „Sinn-Arbeitsmarkt“

HANNOVER / STOLLBERG – Für die Internetplattform „Kirche im Aufbruch“ der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) war die „Erste christliche Arbeitsvermittlung“ aus dem sächsischen Stollberg als Projekt des Monats März ausgewählt und damit ausgezeichnet worden. Die Plattform stellt Anregungen, Praxismodelle und konkrete Materialien für missionarisch einladende Angebote für Gemeinden und Regionen vor.

Die Kirchengemeinde St. Jakobi hat bereits langjährige Erfahrungen in der Beratung und Betreuung von Arbeitssuchenden und gründete im Januar diesen Jahres eine christliche Arbeitsvermittlung, um noch wirksamer Arbeitssuchende mit Branchen, in denen Mitarbeiter gesucht werden, zusammen zu bringen. So hilft dabei ein speziell auf diese Fragen und diesen Arbeitsmarkt zugeschnittenes Computerprogramm bei der Auswahl.

Zunächst waren rechtliche Voraussetzungen zu klären: Professionelle Arbeitsvermittlung darf in Deutschland nur als eingetragenes Gewerbe betrieben werden. Somit musste die Kirchengemeinde einen Gewerbeschein beantragen. Für die Arbeitsvermittlung wurde eine Internetplattform installiert. Sie konzentriert sich auf 26 konkrete Berufe vom Altenpfleger über den Erzieher bis zum Kantor. Es geht um Berufe mit Berufung. Die Kirchengemeinde spricht auch gern vom „Sinn-Arbeitsmarkt“.

Die Arbeitsvermittler, egal ob sie von der Agentur für Arbeit kommen oder privat tätig sind, können hier oft wenig helfen. Z.B. darf die Agentur für Arbeit bei den Arbeitssuchenden die Kirchenmitgliedschaft nicht erfragen. So können keine Bewerber an kirchliche Arbeitgeber vermittelt werden. Private Arbeitsvermittler wissen oft wenig über die besonderen Anforderungen und Bedürfnisse sozialer Berufe.

Für angebotene Stellen von Arbeitgebern wird zuerst im Bewerber-Pool gesucht. Sind hier keine passenden Bewerber zu finden, werden die Stellen in lokalen Medien veröffentlicht. Über berufliche, persönliche und christliche Kompetenzen wird ermittelt, welcher Arbeitssuchende zu welchem Arbeitgeber passt. Seit der Freischaltung der Homepage klickten mehr als 7.500 Personen die Seite an. Mehr als 400 Arbeitssuchende haben einen schriftlichen Auftrag zur Arbeitsvermittlung erteilt.

Erste christliche Arbeitsvermittlung

Kirche im Aufbruch

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