12. April 2010 - DRESDEN
Studientag zu Feministischer Theologie der Kirchlichen Frauenarbeit
Zur Diskussion stehen die so genannten Hoheitstitel in den Evangelien

DRESDEN - Die Kirchliche Frauenarbeit lädt am 17. April 2010 theologisch interessierte Frauen und Männer zu ihrem traditionellen Studientag unter dem Thema: „Jesus Christus - Menschensohn und Gottessohn. Aktuelle Fragen der Christologie“- ein.
Mit dem fast ausschließlich im Munde Jesu begegnenden "Menschensohn"-Prädikat und dem anders geprägten "Gottessohn"-Prädikat liegen zwei zentrale christologische Titel für Jesus Christus vor, die für das Neue Testament prägend sind. „Wer ist Jesus für uns heute?“ Eigentlich seien Begriffe wie „Mensch“ und „Gott“ unvereinbar, so Landesleiterin Bettina Dörfel. Beide Prädikate weisen traditionsgeschichtliche Bezüge zu alttestamentlichen Texten auf.
Die Moderation am 17. April übernimmt Landespfarrerin Antje Hinze. Den zentralen Vortrag: „Wer ist Jesus für uns heute“ hält Privatdozent für biblische Theologie, Dr. Carsten Jochum-Bortfeld, Hildesheim. Die Teilnehmer werden sich in Gesprächsgruppen und mit Hilfe von Bekenntnistexten, Christusdarstellungen aus der Kunstgeschichte sowie Liedern mit dem aktuellen Christusbild auseinandersetzen. Zur Diskussion stehen die so genannten Hoheitstitel in den Evangelien.
Der Studientag findet im Dresdner Haus der Kirche (Dreikönigskirche, Hauptstraße 23) von 10:00 bis 17:00 Uhr statt. Für den zentralen Vortrag zum Auftakt des Studientages, „Wer ist Jesus Christus für uns heute?“, wurde erstmalig und ganz bewusst ein Referent eingeladen. Dr. Carsten Jochum-Bortfeld, von der Universität Hildesheim ist außerdem Leiter des Fernstudiums Evangelische Theologie für Lehrer in Niedersachsen.
Die Frauenarbeit in der sächsischen Landeskirche organisiert Tagungen, Bildungsveranstaltungen. Sie ist in kirchlichen und gesellschaftlichen Verbänden und Gremien vertreten. Sie bereitet zudem alljährlich den Weltgebetstag der Frauen Anfang März sowie das Rogate-Frauentreffen im Mai vor.


