Navigation überspringen

Aktuelles

11. Mai 2010

„Ich sehe so, wie du nicht siehst“

Vorbereitungen auf den Sehbehindertensonntag am 6. Juni

Bild: Titelmotiv des Sehbehindertensonntags - Wahrnehmung mit Makula-Degeneration (Foto: Shutterstock)
Wahrnehmung mit Makula-Degeneration

DRESDEN - In diesem Jahr fällt der Sehbehindertentag auf einen Sonntag. Aus diesem Grund begehen die evangelische und katholische Kirche gemeinsam mit dem Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband am 6. Juni 2010 den Sehbehinderten“sonn“tag. Dieser Sonntag soll zum Tag der Begegnung von Menschen mit und ohne Sehbehinderung werden, um sich gegenseitig besser verstehen zu lernen.

In Sachsen wie auch in anderen Gliedkirchen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) sind konkrete Aktionen geplant. „Menschen mit Sehbehinderungen sind in allen Kirchgemeinden zu finden. Mitunter bekämen sie nur schwer Kontakt“, sagt Oberkirchenrat Frank del Chin, Referent im Landeskirchenamt für Seelsorge und Beratung. Es gehe darum die Integration in das kirchgemeindliche Leben zu verbessern. Del Chin verweist auf umfangreiches Material als auch auf die Gestaltung des Sehbehindertensonntages, um stärker für diese Art der Behinderung zu sensibilisieren.

Bild: Ein Junge und ein Mädchen spielen ein Brettspiel. Das Mädchen hat die Augen mit einem Tuch verbunden.
Verständnis lernen...

In Dresden werden vom „Ambulanten Behindertenzentrum - Begegnungsstätte“ in der Dresdner Dreikönigskirche (Hauptstraße 23) Vorbereitungsveranstaltungen im Zusammenhang mit dem Sehbehindertensonntag angeboten. So lädt am 12. Mai die Begegnungsstätte und Beratungsstelle des Taubblindendienstes zur Besichtigung in „Das Storchennest Radeberg“ (Pillnitzer Straße 71) ein. Am 19. Mai kann in der Dreikönigskirche die Probe des Blinden- und Sehbehindertentheaters „Königskinder“ besucht werden und am 25. Mai finden zwei geschlossene Veranstaltungen (17:00-19:00 Uhr und 18:00-20:00 Uhr) in Sachsens erstem Dunkelrestaurant in Dresden (Berthold-Haupt-Straße 91)statt. Hier wird in völliger Dunkelheit zum Essen eingeladen, um eine Verbindung zwischen Sehenden und Blinden zu schaffen.

Weitere Veranstaltungen sind eine Orgel(vor)führung in der Dreikönigskirche am 26. Mai (14:00-16:00 Uhr) durch Professor Martin Strohhäcker. Anschließend gibt es eine Begegnung mit dem Blinden- und Sehbehindertenkreis. Einige Veranstaltungen sind kostenpflichtig und Anmeldungen erfolgen über das Ambulante Behindertenzentrum (www.diakonie-dresden.de/abz).

Der Sehbehindertentag wurde 1998 ins Leben gerufen, um auf die besonderen Bedürfnisse sehbehinderter Menschen aufmerksam zu machen. Laut Zahlen der Weltgesundheitsorganisation WHO gibt es ca. eine Million sehbehinderte Menschen in Deutschland. Ein Mensch ist sehbehindert, wenn er auf dem besser sehenden Auge selbst mit Brille oder Kontaktlinsen nicht mehr als 30 Prozent von dem sieht, was ein Mensch mit normaler Sehkraft erkennt.

Das Landeskirchenamt hatte in die Kirchenbezirke, die Pfarrkonvente sowie an die Kirchenbezirkssozialarbeiter Informationen über Anregungen und Arbeitshilfen zur Vorbereitung des Sehbehindertensonntags 2010 gegeben. So steht ein Materialheft zum Download unter www.sehbehindertensonntag.de bereit. Weitere Informationen gibt es über den Dachverband der Evangelischen Blinden- und Sehbehindertenseelsorge in Kassel. In der sächsischen Landeskirche ist Michael Heinisch Beauftragter (Diakonie Dresden) für Blinden- und Sehbehindertenseelsorge.

Schriftgrösse
[A]
[A]
[A]
Link-Tipps