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Aktuelles

18. Mai 2010

Landesbischof kritisiert beabsichtigte Ausweitung der Ladenöffnungszeiten

Die Landeskirche wird ihre Position weiterhin argumentativ vertreten

Bild: Schild Sonntag geschlossen

DRESDEN - Mit Befremden hat die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens auf die geplante Einführung eines 5. verkaufsoffenen Sonntags reagiert. „Wir sind enttäuscht, dass über die im Koalitionsvertrag bereits enthaltenen Absichtserklärungen hinaus der Schutz des Sonntags weiter ausgehöhlt werden soll“, sagte Landesbischof Jochen Bohl in Dresden.

Auch in einzelnen Regelungen wird die bisherige Politik des Freistaates deutlich verändert, teilweise über die Festlegungen des Koalitionsvertrages hinaus. So ist von der Beschränkung auf automatische Autowaschanlagen im nun vorliegenden Referentenentwurf des SMWA keine Rede mehr.

Auch die beabsichtigte Ausweitung der Regelungen für Kur – Ausflugs – und Erholungsorte trifft auf die strikte Ablehnung der Landeskirche.
„Hier wird offensichtlich versucht, unter dem Deckmantel der Entbürokratisierung die Möglichkeit der Ladenöffnung an Sonn und Feiertagen erheblich auszudehnen“, sagte Bohl.

In dem nun beginnenden Anhörungsverfahren wird die sächsische Landeskirche ihre Position argumentativ vertreten. Sie geht dabei davon aus, dass eine Mehrheit der sächsischen Bevölkerung einen weitgehenden Schutz des Sonntags wünscht.

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