25. Juni 2010
Sexuelle Gewalt: Jugendverbände gegen Täter in den eigenen Reihen
Präventionsarbeit hofft auf Unterstützung seitens des Freistaates Sachsen

DRESDEN - Erstmals sind in einer bundesweiten Qualifizierungsreihe 18 Führungskräfte in einem Präventionsprojekt gegen sexuelle Gewalt fortgebildet worden. Heike Siebert aus dem Landesjugendpfarramt Sachsens nahm erfolgreich teil und ist jetzt Vertrauensperson innerhalb der Ev. Jugend Sachsens.
Die Qualifizierungsreihe „PräTect …keine Täter in den eigenen Reihen!“, ein Präventionsprojekt des Bayerischen Jugendrings (BJR), das erstmals bundesweit angeboten wurde, befähigt Führungskräfte der Jugendarbeit, präventive Strukturen in ihren Organisationen zu schaffen und auszubauen. Heike Siebert, Landesjugendwartin im Landesjugendpfarramt Sachsens, hat erfolgreich an der einjährigen Qualifizierung teilgenommen und arbeitet ab dem 1. September 2010 innerhalb der Ev. Jugend Sachsens als Vertrauensperson und Qualitätsbeauftragte zum Schutze der Kinder und Jugendlichen gegen sexuelle Gewalt.
„Ich bin sehr froh, dass wir in der Jugendarbeit mit dem Thema „sexuelle Gewalt gegen Kinder und Jugendliche“ offen umgehen, klare Strategien zur Abschreckung von Tätern haben und bei Vorfällen schnell und verantwortungsvoll reagieren können“, so Martina Kobriger, Präsidentin des Bayerischen Jugendrings (BJR). Gemeinsam mit Florian Dallmann, dem stellvertretenden Vorsitzenden des Deutschen Bundesjugendrings (DBJR), übergab sie die Abschlusszertifikate an 18 Absolvent/-innen dieser besonderen Fortbildung.
Vertreter/-innen aus Politik und Fachwelt einig: Präventionsprojekt muss weitergehen Dallmann dankte dem BJR für die gute Zusammenarbeit: „Aufgrund des langjährigen Engagements des BJR gegen sexuelle Übergriffe mit dem Projekt „PräTect“, das seit über zehn Jahren in Bayern Beratung und Qualifizierung anbietet, konnten jetzt auch bundesweit wichtige Akzente gesetzt werden. Diese Arbeit muss weitergehen.“
Dafür sind mit der Qualifizierung von Heike Siebert auch innerhalb der Ev. Jugend Sachsens die Weichen gestellt worden und die Referentin des Landesjugendpfarramtes hofft jetzt auf breite Unterstützung ihrer Arbeit durch den Freistaat Sachsen.(Öffi-evjusa 24.6.2010)


