26. Juni 2010 - LEIPZIG
Mission: geht(s) noch?!
Leipziger Missionswerk lädt an diesem Wochenende zum 174. Jahresfest ein

LEIPZIG - Das Leipziger Missionswerk feiert an diesem Wochenende unter dem Motto "Mission: geht(s) noch?!" sein 174. Jahresfest (Paul-List-Straße 19). Am Sonnabend, 26. Juni, steht dieses Thema unter anderem im Mittelpunkt einer Podiumsdiskussion um 16:00 Uhr mit Theologen aus Indien, Papua-Neuguinea und Deutschland. Dabei geht es zum einen um die Situation der Kirchen in Deutschland und zum anderen in den Partnerländer des LMW. Sowohl die evangelische als auch die katholische Kirche in Deutschland sehen sich gesellschaftlichen Veränderungen gegenüber. Die Mitgliederzahlen sinken und mit ihnen Kirchensteuereinnahmen.
Bereits 1999 hat die damals in Leipzig tagende Synode der EKD die Innere Mission - also in Deutschland - als künftige Kernaufgabe der Kirche benannt. Besonders im Osten Deutschlands fehlt vielen Menschen die Beziehung zur Kirche und zum christlichen Glauben. Die Partnerkirchen des LMW sehen diese Entwicklungen mit Sorge und versuchen, mit kritischen Impulsen zu Erneuerung ihrer "Heimatkirche" beizutragen.
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Um 19:30 Uhr berichtet Heinke Schimanowski-Thomsen über ihren gut zehnjährigen Einsatz als Ärztin im kleinen lutherischen Krankenhaus Matema am Ufer des imposanten Njassa-Sees im Süden Tansanias. Der Ort wird von vielen als Paradies und Hölle zugleich beschrieben. Die von den Livingston-Bergen geprägte Landschaft mutet paradiesisch an, doch Aids bedeutet für die Kranken die Hölle: Mehr als zwei Drittel der Patientinnen und Patienten sind mit dem HI-Virus infiziert. Die Medizinerin kann jedoch auch über viele positive Erlebnisse berichten.
Beim Abschluss-Gottesdienst am Sonntag, 9:30 Uhr in der Peterskirche werden zehn junge Frauen und Männer in ihren Freiwilligendienst in die Partnerkirchen nach Tansania und Indien entsendet. Die Predigt hält Pfarrer Christian Samraj, Promotionsstipendiat des LMW aus Indien.


