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Aktuelles

30. Juni 2010 - DRESDEN

Allianz für den freien Sonntag gegründet

Bündnis will für neue Feiertagskultur werben

Bild: Plakat
Allianz für den freien SONNTAG

DRESDEN - In Dresden hat sich am 28. Juni eine "Allianz für den freien Sonntag" gegründet. Das Bündnis will in der sächsischen Landeshauptstadt für eine neue Feiertagskultur werben. "Immer mehr Tätigkeiten, die rein werktäglicher Natur und somit an Sonn- und Feiertagen vom Grundsatz her nicht erlaubt sind, werden ausdrücklich zugelassen", heißt es in der Gründungserklärung.

Sie wurde vom Regionalchef der Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di, Frank Fischer, vom evangelischen Superintendenten Albrecht Nollau sowie von Vertretern der Katholischen Arbeitnehmerbewegung und des Betriebs- und Personalräte-Netzwerks Canaletto unterschrieben. "Der Sonntag ist ein Wert, der zu schützen ist", sagte Nollau dem epd. Die Allianz wolle dazu anregen, den Tag anders als für Einkäufe zu nutzen.

In der Gründungserklärung werden strengere Kontrollen des Sonn- und Feiertagsschutzes gefordert. Weitere Ausnahmen dürfe es nicht geben. Zudem sei eine bundeseinheitliche Regelung zum Feiertagsschutz bei den Ladenöffnungen nötig.

"Das natürliche Bedürfnis des Menschen nach Erholung, Muße und Freizeit lässt sich nur in einer für alle gemeinsamen Ruhezeit befriedigen." Für ihr Anliegen will die neue Allianz möglicherweise mit Postkarten, Kampagnen in öffentlichen Verkehrsmitteln und Demonstrationen werben. Konkrete Aktionen stehen aber noch nicht fest. In Deutschland gibt es bereits zahlreiche lokale, regionale und landesweite Allianzen für den freien Sonntag. (Auszug ©epd28.6.2010)

Internet: www.allianz-fuer-den-freien-sonntag.de

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