2. Juli 2010 - BAD LAUSICK
Neue Satzung besiegelt Zusammenschluss zweier diakonischer Werke
Drei Kronenkreuze der Diakonie in „Gold“ für verdiente Mitglieder verliehen

OKR Christian Schönfeld (r.)
BAD LAUSICK – Auf einer Mitgliederversammlung der Diakonie Leipziger Land am 23. Juni in Bad Lausick wurde eine neue Satzung beschlossen. Damit ist der Fusionsprozess zwischen den beiden bisherigen diakonischen Werken Borna und Muldentalkreis abgeschlossen. Mehr als 600 Mitarbeiter werden bei der Diakonie im Leipziger Land beschäftigt sein. Zur Mitgliederversammlung war auch der Direktor der Diakonie Sachsen, Oberkirchenrat Christian Schönfeld, gekommen, um drei Mitgliedern des Diakonischen Werkes Leipziger Land die höchste Auszeichnung der Diakonie in Deutschland, das „Kronenkreuz in Gold“, zu überreichen.
Die neue Satzung ermöglicht es dem Diakonischen Werk in den größeren Strukturen des Landkreises und des Kirchenbezirkes als Wohlfahrtsverband an der Seite der sächsischen Landeskirche und der dortigen Gemeinden mit einer wahrnehmbaren Stimme zu sprechen und auch unter den sich ständig ändernden Rahmenbedingungen professionelle und am Bedarf orientierte Angebote vorzuhalten und weiter zu entwickeln. Der neue Name des Vereins lautet nun: Diakonie Leipziger Land – Diakonisches Werk im Kirchenbezirk Leipziger Land e.V.

So bietet die Diakonie Leipziger Land ein breites, in der Fläche orientiertes Angebotsspektrum in den Bereichen Kinder-, Jugend-, Familien-, Kranken-, Alten- und Behindertenhilfe. Die Kindertagesstätten, Wohnstätten für chronisch psychisch Kranke, Altenpflegeheime, Sozialstationen und stationären Jugendhilfeeinrichtungen werden durch verschiedene Beratungsstellen sowie durch mehrere Standorte für Freiwilligenzentralen und ein Kinder- und Jugendzentrum für Offene Arbeit ergänzt. Die Diakonie Leipziger Land koordiniert auch die Notfallseelsorge und Krisenintervention für den gesamten Landkreis Leipzig.
Im Jahr 2008 gingen die Landkreise Muldentalkreis und Leipziger Land zum Landkreis Leipzig zusammen. Der Zusammenschluss der derzeitigen Kirchenbezirke in Grimma und Borna zum Kirchenbezirk Leipziger Land erfolgte zum 1. Januar 2009. Für den Verwaltungsratsvorsitzenden der Diakonie Leipziger Land, Superintendent Matthias Weismann aus Borna, lege es nahe, dass auch die beiden bisher noch nebeneinander agierenden Diakonischen Werke nun mit einer einheitlichen Stimme vertreten sind. „Ein gemeinsames Diakonisches Werk im Kirchenbezirk Leipziger Land soll perspektivisch eine herausragende Wesensäußerung der sächsischen Landeskirche bilden und in gewohnter Qualität und Verlässlichkeit in der Fläche wirksam sein“, sagte der Superintendent auf der Versammlung.
Auch der Vorsitzende des Vorstandes der Diakonie Leipziger Land, Pfarrer Gottfried Edelmann aus Taucha bei Leipzig, zeigte sich über den erfolgreichen Abschluss der Fusionsbemühungen sehr erfreut. Eines der Ziele des neuen Werkes werde es sein, verstärkt die Zusammenarbeit mit den Kirchgemeinden des Kirchenbezirkes zu suchen und zu intensivieren. „Wir verstehen dabei Diakonie und Kirchgemeinden sehr bewusst als die beiden Seiten der gleichen Medaille“, erläuterte Edelmann.
In Folge der rechtskräftigen Eintragung der neuen Satzung ist auch die Wahl des neuen Vorstandes und des Verwaltungsrates vorgesehen. Die beiden Gremien sollen spätestens ab dem 4. Quartal 2010 ihre Arbeit aufnehmen. Die Diakonie Leipziger Land hat 2.500 Mitglieder und ist in verschiedenen Fachbereichen tätig, wo mehr als 200 ehrenamtliche Mitarbeiter die Arbeit des Werkes unterstützen.
Geschäftsführer für die gesamten Arbeitsbereiche ist Harald Bieling (43). Er übernahm bereits ab 1. Juli 2008 die Geschäftsführung beider Werke in Borna und Grimma und bereitete die Fusion zur Diakonie Leipziger Land vor. Bieling wird das Amt auch im Zusammenschluss ausüben.


