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Aktuelles

7. Juli 2010

Warme Sommerluft macht Kirchenwände feucht

Sächsische Energieagentur – SAENA GmbH rät zum dosierten Lüften

Bild: Feuchteschäden an der Innenwand einer Kirche
Feuchtigkeit an der Innenmauer

DRESDEN – Trotz der ersten längeren Trockenzeit im Sommer, steckt noch in vielen dicken Gemäuern die Kälte des strengen und langen Winters – wie in zahlreichen Kirchen. Trotz der warmen Verführung ist es falsch die Fenster und Türen aufzureißen. Das bringt warme Feuchtigkeit ins kalte Gebäude.

Kirchen haben durch ihre massive Bauart eine hohe energetische Speichermasse, so dass eine Erwärmung nur sehr langsam erfolgt. Oftmals haben die Mauern an der Nordseite und der Bodenbereich eine Temperatur von 10 Grad oder darunter. Wird das Bauwerk nun beispielsweise bei einer Außenluft von 25 Grad und 70 Prozent relativer Feuchte gelüftet, kühlt sich diese an den Wänden und Böden ab. Die Feuchtigkeit in der warmen Luft kann nicht mehr gehalten werden. Sie kondensiert. Folge: Es entsteht ein idealer Nistplatz für Schimmelpilze und andere unliebsame Gäste wie Staub und Schmutz.

Kirchen sind komplexe Gebäude und nicht vergleichbar mit herkömmlichen Wohnhäusern. Jede Kirche hat ihre Besonderheit. Das Lüften sollte daher dosiert und überlegt erfolgen. Es hängt von verschiedenen Faktoren ab: relative Feuchtigkeit und die Temperaturunterschiede zwischen innen und außen.
Die Sächsische Energieagentur – SAENA GmbH bietet Kirchgemeinden, die Schwierigkeiten mit erhöhter Feuchtigkeit oder Interesse haben, ihre Kirche energieeffizient auszurichten, entsprechende Beratung an. Beispielsweise arbeitet die SAENA derzeit im Projekt „Energieeffizienz in Kirchgemeinden“ mit 25 katholischen Pfarr- und evangelischen Kirchgemeinden zusammen und führt auch Messungen in Bezug auf Temperatur und Feuchtigkeit durch.(SAENA_6.2010)

Der 2. Praxistag zur Energieeffizienz in Kirchgemeinden findet 25. September im St. Benno in Dresden statt.

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