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Aktuelles

8. Juli 2010 - LEIPZIG

Drittes Konzert zum BachOrgelFestival in der Thomaskirche

Es soll nahezu das gesamte Bachsche Orgelwerk aufgeführt werden

Bild: Porträt von Thomasorganist Ullrich Böhme
Ullrich Böhme

LEIPZIG – In der Leipziger Thomaskirche findet am Sonnabend, 10. Juli, um 15:00 Uhr das dritte von sieben Konzerten des BachOrgelFestivals in der Thomaskirche Leipzig statt. Thomasorganist Ullrich Böhme spielt unter dem Thema "Der Weimarer Hoforganist" Werke aus Bachs Weimarer Organistenzeit, wovon die später zu einer Sammlung zusammengefassten "Achtzehn Choräle" im Typus des "großen" Choralvorspiels wohl den Höhepunkt darstellen.

Das kunstsinnige Klima am Weimarer Hof brachte Bach mit verschiedenen Stilidealen in Verbindung. Er lernte hier auch die elegante französische Orgelkunst kennen. Das "Pièce d'Orgue" als zentraler Programmhöhepunkt stellt Bachs mustergültigen Versuch dar, die französischen Orgelmeister nachzuahmen und zu übertreffen. Eingerahmt wird das Programm von Bachs Toccata und Fuge in d ("Dorische") BWV 538 und der Fantasie und Fuge g-Moll BWV 542.

Das BachOrgelFestival in diesem Sommer begann am 26. Juni und lädt noch bis zum 31. Juli sonnabends um 15:00 Uhr in die Thomaskirche ein. Die Kirchgemeinde feiert in diesem Jahr das 10-jährige Jubiläum der Bach-Orgel in der Thomaskirche.
Das Orgeljubiläum fällt zusammen mit dem 325. Geburtstag Johann Sebastian Bachs. Die Thomaskirche nimmt dies zum Anlass, das derzeitige BachOrgelFestival mit international renommiertesten Organisten zu veranstalten. Es soll nahezu das gesamte Bachsche Orgelwerk aufgeführt werden. So sind die Programme thematisch nach Bachs Lebensweg vom Organisten in Arnstadt bis zum Leipziger Thomaskantor gestaltet.

Die Bach-Orgel in der Thomaskirche mit ihren 60 Registern und 4 Manualen wird wegen ihrer klanglichen Schönheit und ihres außergewöhnlichen künstlerischen Konzepts von der Fachwelt hoch geschätzt. Sie steht im „Chorthon", der Stimmtonhöhe der Barockzeit, kann jedoch in den „Kammerthon" (1 Ganzton tiefer) umgeschaltet werden. Der Orgelbauer Gerald Woehl (Marburg) hat die Orgel nach Prinzipien des Orgelbaus der Bach-Zeit gestaltet, dabei jedoch bewusst vermieden, ein bereits existierendes historisches Werk zu kopieren.

Weitere Konzert-Termine:

Sonnabend, 17. Juli 2010, 15:00 Uhr
„Bach und Italien“
Organist: Lorenzo Ghielmi, Mailand

Sonnabend, 24. Juli 2010, 15:00 Uhr
„Bach als Thomaskantor“
Organist: Jaques van Oortmerssen, Amsterdam

Sonnabend, 31. Juli 2010, 15:00 Uhr
„Der späte Bach“
Organist: Michel Bouvard, Paris/ Toulouse

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