18. Juli 2010 - SCHNEEBERG
Das erzgebirgische Schneeberg feiert 514. Bergstreittag
24 Vereine mit 126 Bergmusikern und 257 Trachtenträgern zur Bergparade

Bergmannsdom St. Wolfgang
SCHNEEBERG - Am Tag „Maria Magdalena“, 22. Juli, begeht die Bergstadt Schneeberg den 514. Bergstreittag. Gemeinsam mit der Kirchgemeinde St. Wolfgang und vielen Gästen pflegt die Stadt an diesem Tag, im ganz Besonderen alte und tief verwurzelte bergmännischen Traditionen, die ihren Ursprung in erfolgreichen Lohnkämpfen der erzgebirgischen Bergleute in den Jahren 1496 und 1498 haben.
Die große Bergparade durch die Stadt zur St. Wolfgangskirche, der Berggottesdienst um 19:00 Uhr und das sich anschließende Bergzeremoniell mit dem Abschlusskonzert sind die traditionellen Höhepunkte des Bergstreittages.
Die Besucher können sich schon ab dem Vormittag aus einer Vielzahl von interessanten und meist bergmännischen Traditionen verpflichteten Veranstaltungen ihr ganz persönliches Tagesprogramm zusammenstellen.
Das Marktreiben im Stadtzentrum beginnt um 10:00 Uhr, das „Veit Hans Schnorr von Carolsfeld“-Glockenspiel aus Meißner Porzellan erklingt 11:30 Uhr und 14:30 Uhr vom Rathausturm, auf dem um 13:00 Uhr die Turmbläser die Gäste begrüßen.

Bevor die Bergparade über den Marktplatz zur St. Wolfgangskirche zieht, sorgen auf der Bühne vor dem Rathaus das Spiegelwald-Terzett mit einem erzgebirgischen Programm und 17:00 Uhr das Bergmannsblasorchester Kurbad Schlema für gute Unterhaltung. Mit vielseitigen Angeboten tragen zahlreiche Händler nicht nur für eine gute gastronomische Versorgung der Festgäste bei.
In der St. Wolfgangskirche, wo auch Turmbesteigungen angeboten werden, findet 15:00 Uhr eine musikalische Vesper statt und im Innenhof des am Markt gelegenen Schnorr-Hauses beginnt zur gleichen Zeit die Aufführung eines Marionettentheaters, dem sich dort 16:30 Uhr noch ein Chorkonzert anschließt.
Die Bergparade, für die 24 Vereine mit 126 Bergmusikern, 257 Trachtenträgern und Gäste aus Frankreich gemeldet sind, startet um 18:15 Uhr in Schneeberg-Neustädtel. Die Marschroute führt über die Karlsbader Straße, Neustädtler Straße und den Markt zur St. Wolfgangskirche. Dort beginnt um 19:00 Uhr der feierliche Berggottesdienst zum Bergstreittag.
Nach dem Gottesdienst, ca. 20:15 Uhr, marschieren die Bergbrüderschaften und Bergkapellen zum Bergzeremoniell auf den Markt vor das Schneeberger Rathaus. Dem schließt sich das Abschlusskonzert, gestaltet von den drei Bergkapellen und den Posaunenbläsern der am Berggottesdienst teilnehmenden Posaunenchöre unter Leitung von Kantor Alexander Ploß an. Der Abend findet ab 21:30 Uhr auf dem Markt seinen Ausklang mit der Gruppe „Minimax“.
Zum Schneeberger Bergstreittag werden von 9:00 Uhr bis 15:30 Uhr auf der Fundgrube „Weißer Hirsch“ untertägige Befahrung und Führungen sowie auf der Fundgrube „Wolfgangmaßen“ Besichtigungen der Anlage und der untertägigen Radstube angeboten.
In der St. Wolfgangskirche, im Hobbybergwerk in Schneeberg-Neustädtel und im Technischen Museum „Siebenschlehener Pochwerk“ finden Führungen statt. Eine geführte Wanderung durch die Bergbaulandschaft beginnt um 13:00 Uhr am Treffpunkt Bushaltestelle Wolfgangmaßen und natürlich ist an diesem Tag auch das Museum für bergmännische Volkskunst geöffnet. Hier ist besonders die Sonderausstellung zum Thema 300 Jahre Europäisches Hartporzellan „Schneeberger Rohstoffe für das Meissener Porzellan“ zu empfehlen.


