11. August 2010 - LEIPZIG
Waldbrände in Russland: Lutheraner beteiligen sich an der Hilfe
Besonders wichtig sind in der Situation Lebensmittel und Medikamente
LEIPZIG - Seit Anfang Juli toben in Russland verheerende Waldbrände. Tausende Menschen haben ihre Häuser und Dörfer verlassen, um sich in Sicherheit zu bringen. Viele Orte wurden von den Bränden komplett zerstört. Hunderttausende Feuerwehrleute und Helfer sind Tag und Nacht im Einsatz. Trotzdem ist es noch nicht gelungen, die Brände unter Kontrolle zu bekommen.
Dietrich Brauer, der bischöfliche Visitator der Evangelisch-Lutherischen Kirche Europäisches Russland, informierte das Gustav-Adolf-Werk e.V. über die Situation in den besonders stark betroffenen Gebieten um Moskau und in der Region Samara.
"Soviel ich heute weiß, hat keines unserer Gemeindemitglieder Haus, Hab und Gut oder gar ihr Leben durch die Brände verloren. Aber besonders ältere Menschen haben gesundheitlich unter den Folgen der Brände zu leiden, einige sind in Krankenhäusern. Unsere Gemeinden hier sind klein. Viele Hilfsmaßnahmen laufen über die russisch-orthodoxen Gemeinden. Doch auch wir möchten ernsthaft helfen."
Einige Mitglieder der evangelisch-lutherischen Gemeinde in Moskau haben Geld gespendet und Sachspenden zur Verfügung gestellt. Die Propstei Kaliningrad hat finanzielle Hilfe angeboten. Die Gemeinde in Samara sammelt Sachspenden für betroffene Menschen. Besonders wichtig ist es, Lebensmittel und Medikamente zur Verfügung zu stellen.
Spendenkonto: Wir leiten Ihre Spenden an die Evangelisch-Lutherische Kirche Europäisches Russland weiter. Gustav-Adolf-Werk e.V., Konto: 22 33 44, BLZ: 850 951 64, Stichwort: Waldbrände in Russland.
Gustav-Adolf-Werk e. V. ist das älteste evangelische Hilfswerk in Deutschland. Es wurde 1832 in Leipzig gegründet. Heute wird die Arbeit von bundesweit 24 Hauptgruppen und 17 Frauengruppen getragen. Das GAW hilft seinen Partnerkirchen in Europa, Lateinamerika und Nordasien beim Gemeindeaufbau, bei der Renovierung, beim Kauf und beim Neubau von Kirchen und Gemeinderäumen, bei sozialdiakonischen und missionarischen Aufgaben, bei der Aus- und Weiterbildung von kirchlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern u. a. Jährlich werden verschiedene Projekte mit insgesamt 3 Mio. Euro unterstützt, davon 1,6 Mio. mit dem Projektkatalog.


