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Aktuelles

12. August 2010

Diakonie beginnt mit Nothilfe-Auszahlungen für Flutopfer

Katastrophenhilfe in Zusammenarbeit mit Diakonien in Tschechien und Polen

Bild: Das Wasser kam schnell an und in die Häuser
Auch an und in der Zittauer Apostelkirche stand das Wasser

DRESDEN / RADEBEUL - „Menschen, die ihr Hab und Gut durch die Flut verloren haben und nicht oder nicht ausreichend versichert sind, brauchen Soforthilfe. Noch in dieser Woche können Flutopfer im Landkreis Görlitz bei der KirchenbezirksSozialarbeitstelle (KBS) in Zittau Nothilfemittel beantragen.

Pro Haushaltsvorstand sind das 300 Euro und 200  Euro je weiteres Familienmitglied. Die Anträge liegen sowohl in den Pfarrämtern als auch in der KBS-Stelle selbst aus“,  informiert Christian Schönfeld, Chef der Diakonie Sachsen, am 11. August.
Auch in den anderen betroffenen Landkreisen Sächsische Schweiz-Osterzgebirge und im Erzgebirgskreis oder in Chemnitz sind die KBS-Stellen jeweils die zentralen Ansprechpartner. 50 Bautrockner sind mittlerweile in die am meisten betroffenen Landkreise geschickt worden.

Die Diakonie Katastrophenhilfe Stuttgart erteilte dem langjährigen Leiter des Dresdner Flutbüros Stefan Schröer den Auftrag, mit den Diakonien in Tschechien und Polen zusammenzuarbeiten, um auch dort entsprechende Hilfen zu organisieren.
„Die Einrichtungen der Diakonie Sachsen sind – soweit dies bisher zu übersehen ist - glimpflich davongekommen – dafür sind wir sehr dankbar. Umso wichtiger ist es jetzt, dass die Unterstützung für betroffene Menschen anläuft“, so der Diakonie-Chef.

Eine erste Schadensbilanz bei Kirchen, Pfarr- und Gemeindehäusern auf dem Gebiet der sächsischen Landeskirche ergab bis auf eine Kirche in Zittau keine gravierenden Schäden durch starken Regen oder durch Überschwemmungen.Obwohl das plötzliche Hochwasser der Kirnitzsch in der Sächsischen Schweiz entlang des Tals und bis nach Bad Schandau große Schäden verursachte. Machten die Fluten an den Kirchenmauern der Bad Schandauer Kirche halt. In Chemnitz-Harthau lief im Pfarrhaus der Keller voll, wo die Heizungsanlage beschädigt wurde.

Schlimmer erging es der Apostelkirche in Zittau, wo in der Nacht auf den 8. August Wasser mit Schlamm und Dreck der nahen Mandau die Kirche heimsuchte. In Kirche und Nebenräumen stand das Wasser 80 Zentimeter hoch und es entstand ein geschätzter Schaden von 100.000 Euro. Die fast täglich von Gruppen und Kreisen genutzte Kirche muss nun austrocknen und saniert werden. Aufgrund des nichtversicherten Schadens bittet die Gemeinde um Spenden für die Sanierung.

Die Diakonie Sachsen bittet um weitere Spenden auf folgende Konten:
  • Diakonie Sachsen, Kto.100 030 101,  Kennwort „Flut Sachsen 2010“,  LKG Sachsen,  BLZ 850 951 64
  • Diakonie Sachsen/DKH, Kto. 100 100 100, Kennwort „Flut Polen/Tschechien 2010“, LKG Sachsen, BLZ 850 951 64
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