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Aktuelles

16. August 2010 - DRESDEN

Musik im Zentrum: Die Kreuzkirche als kirchenmusikalischer Mittelpunkt der Stadt

Anlässlich des 200. Geburtstages von Franz Liszt im nächsten Jahr kommen dessen drei große Orgelwerke zur Aufführung

Bild: Kreuzchor in der Dresdner Kreuzkirche

DRESDEN – Letzten Sonnabend, 14. August, begann die neue Saison in der Dresdner Kreuzkirche mit der ersten Kreuzchorvesper (18:00 Uhr) nach den Sommerferien. Die Kreuzkirche in Dresden ist mit ihren weit über 3.000 Sitzplätzen die größte evangelische Kirche Sachsens. Sie ist nicht nur Gemeindekirche für die Innenstadt, sondern auch kirchenmusikalische Zentrum und damit Anziehungspunkt für zahlreiche Dresdner sowie Besucher der Stadt.

Seit nahezu 800 Jahren ist die Kreuzkirche am Altmarkt Heimstätte des Dresdner Kreuzchores. In den 245 kirchenmusikalischen Veranstaltungen der kommenden Spielzeit werden wiederum über 100.000 Besucher erwartet. Die Musik in Gottesdiensten und Vespern, die Orgelkonzerte, Veranstaltungen mit Wort und Musik sowie die Konzerte mit dem Dresdner Kreuzchor und anderen namhaften Ensembles bilden das vielgestaltige Fundament für die Kirchenmusik in der Dresdner Kreuzkirche.

Bild: Kreuzchor mit Kreuzkirchenkantor Roderich Kreile

Der Dresdner Kreuzchor nimmt bei Gottesdiensten und Vespern eine zentrale Position ein. In 22 Vespern sowie 31 Gottesdiensten und Metten bringen die Kruzianer unter Kreuzkirchenkantor Roderich Kreile den Reichtum der A-cappella-Literatur aus vielen Jahrhunderten zu Gehör. Die darüber hinaus erfolgreichen Ensembles der Kreuzkirche wie das Figuralensemble und das Barockorchester der Kreuzkirche mit historischen Instrumenten werden auch in der kommenden Saison vermehrt in liturgischen Veranstaltungen zu erleben sein.

Die Konzerte in der Kreuzkirche zu den hohen Kirchenfesttagen werden geprägt von den elf Aufführungen des Dresdner Kreuzchores. Am Sonnabend, den 30. Oktober, wird mit der Aufführung von Georg Friedrich Händels Messiah durch den Dresdner Kreuzchor in der Originalsprache eines der populärsten Oratorien zu erleben sein.
Die Aufführung des Deutschen Requiems von Johannes Brahms gemeinsam mit der Dresdner Philharmonie findet in diesem Jahr bereits am Volkstrauertag statt, am 14. November. Im Konzert wird der Domknabenchor Helsinki – Cantores Minores – mitwirken.

Bild: Kreuzchor in der vollbesetzten Kreuzkirche

Auch in der Adventszeit ist der Dresdner Kreuzchor in der Kreuzkirche zu hören: Am 3. Adventswochenende (10., 11., 12. Dezember) steht die Aufführung der Kantaten I - III des Weihnachtsoratoriums von Johann Sebastian Bachs auf dem Programm. Zum 4. Advent erklingen im Weihnachtsliederabend des Dresdner Kreuzchores am 18. und 19. Dezember vorweihnachtliche Motetten. Die Kantaten IV - VI des Weihnachtsoratoriums werden am 8. Januar 2011 aufgeführt. Ebenfalls in der Adventszeit erklingen in diesem Jahr erneut die traditionellen Striezelmarktmusiken. Sie finden in den ersten beiden Adventswochen montags bis freitags, jeweils 17:00 Uhr, statt. 

Einen besonderen Akzent setzt der Kreuzchor am 13. Februar 2011: Zum Gedenken der Zerstörung Dresdens vor 66 Jahren werden neben der Motette „Wie liegt die Stadt so wüst“ von Rudolf Mauersberger zwei zeitgenössische Werke aufgeführt:
„Doch es wird nicht dunkel bleiben“ von Wilfried Krätzschmar, ein Werk für mehrere Chorgruppen und Schlagwerk, das im Februar 2009 mit dem Dresdner Kreuzchor uraufgeführt wurde sowie „Sonnengesang“ von Sofia Gubaidulina, ein Werk für Chor, Violoncello und Schlaginstrumente.

Bild: Große Jehmlich-Orgel im Kirchenraum

Danach werden nach längerer Pause die Besucher die Kreuzchor-Aufführungen der einzigen beiden vollständig erhaltenen Passionswerke von Johann Sebastian Bach erleben: So erklingt am 2. April die Johannespassion, in der Karwoche (21., 22. April) die Matthäuspassion. Eine besondere Attraktion erwartet die Besucher am 2. Juni nächsten Jahres: Im Rahmen der Dresdner Musikfestspiele werden in einem Konzert der Dresdner Kreuzchor und der Thomanerchor Leipzig gemeinsam mit drei herausragenden Werken auftreten: Felix Mendelssohn Bartholdys Christus-Fragment, Johann Sebastian Bachs Kantate „Herz und Mund und Tat und Leben“ und von Franz Liszt der dritte Teil aus seinem Oratorium „Christus“. Als Orchester musiziert die Staatskapelle Weimar.

Die Reihe „Nachtmusik und Nachtgedanken“ wird in dieser Saison ebenfalls mit bekannten Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens wie Dr. Nora Goldenbogen, Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde, Wilfried Schulz, Intendant des Staatsschauspiels Dresden sowie dem Circusdirektor André Sarrasani fortgesetzt.

Die Orgelmusik nimmt mit ihren 25 Konzerten einen besonderen Stellenwert in der Kirchenmusik der Kreuzkirche ein. Die große Jehmlich-Orgel und die „liegende Orgel“ bieten vielfältige Möglichkeiten für attraktive Konzertprogramme der verschiedenen Reihen. Während der 14 Konzerte, die im Rahmen des Dresdner Orgelzyklus in der Kreuzkirche stattfinden, werden renommierte Organisten aus Japan, Großbritannien, Österreich und Tschechien in der Kreuzkirche gastieren.

In der Adventszeit, am 1. Dezember, wird weihnachtliche Musik für Orgel und Big Band zu erleben sein. Das stets ausverkaufte, festliche Silvester-Orgelkonzert verspricht auch in diesem Jahr ein besonderes Konzerterlebnis. Am 16. Februar wird Kreuzorganist Holger Gehring im Rahmen einer Konzertreihe, anlässlich des 200. Geburtstages von Franz Liszt, dessen drei große Orgelwerke zur Aufführung bringen.

Zwei weitere Höhepunkte der Orgelmusik finden am 30. Januar mit einem Orgel-Orchesterkonzert gemeinsam mit Kreuzorganist Holger Gehring und dem Orchester der Landesbühnen Sachsen sowie am 1. Juni zum Deutschen Evangelischen Kirchentag mit Orgelmusik und Tanz in der illuminierten Kreuzkirche statt.

Das Orgelkonzert zur Osternacht, 23. April, ergänzt die Reihe der Orgelsonderkonzerte. Zwischen Ostern und dem 1. Advent wird auch die Reihe „Orgel Punkt Drei“ fortgeführt. So erklingen dienstags und donnerstags um 15:00 Uhr jeweils 15 Minuten Orgelmusik.
Zu den Orgelsommer-Konzerten werden renommierte Organisten aus ganz Deutschland erwartet, der 2011 bereits zum sechsten Mal sonnabends um 15:00 Uhr in den Sommerferien stattfindet.

Als Gastspielhöhepunkte präsentieren sich die Kruzianer mit 30 Konzerten außerhalb der Kreuzkirche. Bereits am vierten Augustwochenende reist der Chor mit einem A-cappella-Programm zum größten deutschen Klassikfestival, dem Rheingau Musikfestival, ins Kloster Eberbach, sowie in den Berliner Dom. Anfang Oktober führt eine Tournee gemeinsam mit der Dresdner Philharmonie in die Düsseldorfer Tonhalle, die Kölner Philharmonie und die Liederhalle Stuttgart. Neben zwei Kompositionen von Mozart (Kyrie KV 341 und Litaniae de venerabili altaris KV 243) wird die sog. Jubelmesse von Carl Maria von Weber aufgeführt.

Ab November führt eine weitere Tournee mit der Dresdner Philharmonie nach Asien. Erstmals werden die Kruzianer in der taiwanesischen Hauptstadt Taipei gastieren. Weitere sieben Konzerte mit Bachs Matthäuspassion und Händels Messiah erklingen in Japan (Osaka, Tokyo, Sapporo, Nagoya und Yokohama). 

Das gemeinsame Konzert mit dem Thomanerchor Leipzig (2. Juni 2011) in Dresden erklingt nochmals im Rahmen des Bachfestes Leipzig am 17. Juni. Den Abschluss der Spielzeit bildet eine Deutschlandtournee im Juli nächsten Jahres, die den Chor durch die Bundesländer Hessen und Brandenburg führen wird.

Kreuzchorvespern erstmals auf CD  Die gemeinsam mit edel classics im Jahr 2009 begonnene CD-Reihe mit Vespermusik aus der Kreuzkirche Dresden wird 2011 vervollständigt. Insgesamt vier CDs werden dann veröffentlicht sein, die erstmals Repertoire der sonnabendlichen Kreuzchorvespern umfassen.
Viele dieser Stücke zählen seit Jahrzehnten zum festen Bestandteil dieser musikalischen Gottesdienste. 2011 erscheinen die CDs zu den Festkreisen „Trauerzeit“ sowie „Passion und Ostern“.

Dresdner Kreuzchor 

Kreuzkirche Dresden

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