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Aktuelles

21. August 2010

Trauerfeier für in Afghanistan ermordete sächsische Dolmetscherin

Landesbischof Bohl bekundet Mitgefühl der sächsischen Landeskirche

CHEMNITZ - Die zusammen mit einem Ärzteteam in Afghanistan ermordete Dolmetscherin Daniela Beyer ist am 20. August im sächsischen Wittgensdorf bei Chemnitz beerdigt worden. An der Trauerfeier in ihrem Heimatort nahmen mehr als 400 Menschen teil. Bischof Jochen Bohl brachte das Mitgefühl der evangelischen Landeskirche mit den Angehörigen und trauernden Gemeindegliedern zum Ausdruck. Zugleich zollte er dem Einsatz der Opfer des Angriffs in Afghanistan höchsten Respekt.

Daniela Beyer sei "um des Glaubens willen nach Afghanistan gegangen", um Notleidenden zu helfen, sagte Bohl. "Es ist gut, dass Menschen sich rufen lassen, dem fernen Nächsten zu dienen."

Beyer und ihre Gefährten hätten "das Beste getan, was Menschen tun können, Werke der Barmherzigkeit", so Bohl weiter. "Sie setzten ein Zeichen der Hoffnung." In einer ersten Reaktion auf den Anschlag hatte der sächsische Landesbischof erneut eine grundsätzliche Diskussion über den Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr gefordert, dessen Ziele nach wie vor nicht erkennbar seien.

Die 35-jährige, einer Pfarrersfamilie entstammende Daniela Beyer war zusammen mit neun weiteren Helfern der christlichen Hilfsorganisation "International Assistance Missio" Anfang August in Afghanistan getötet worden. Das von ihr begleitete Ärzteteam war ins abgelegene Nuristan gereist, um die Bevölkerung medizinisch zu versorgen.

Zu dem Anschlag, bei dem neben der Chemnitzerin sechs Amerikaner, eine Britin und zwei afghanische Dolmetscher getötet wurden, bekannten sich islamische Extremisten. Beyer studierte an der Leipziger Universität Sprachwissenschaften. Sie beherrschte die Landessprachen Dari und Paschtu. ( epd© 20.08.2010 )

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