25. August 2010 - LEIPZIGER LAND
Zum vierten Male: Dorfkirchen laden ein
Nacht der offenen Dorfkirchen“ im Kirchenbezirk Leipziger Land am 28. August

LEIPZIGER LAND - Am Sonnabend, dem 28. August, laden im Kirchenbezirk Leipziger Land 40 Kirchen zur „Nacht der offenen Dorfkirchen“ ein. Bereits zum vierten Mal lassen sich Menschen jeden Alters südlich und östlich von Leipzig mobilisieren, Kirchenräume zu entdecken und die besondere Atmosphäre der Kirchen in der Dämmerung zu genießen. An einem Sommerabend, diesmal schon im ausklingenden Sommer mit etwas mehr Dunkelheit, bieten die Kirchen die unterschiedlichsten Erlebens-Räume an: Abwechslungsreiche Programme von musikalisch, literarisch, filmisch, sportlich, historisch, geheimnisvoll, festlich, familiär bis kulinarisch, doch ebenso Stille und Meditation laden die Menschen an die Orte ein, wo seit Jahrhunderten Leben und Glaube zusammengehören.

Kirche von Beucha
Die Dorfkirchennacht bündelt einmal im Jahr originelle und spontane Initiativen und ist zu einer festen Größe im kirchlichen wie im kulturellen Leben der Region geworden. Die Bewegung strahlt regional immer weiter aus. So ist auf der Landkarte eine Querachse von Gatzen ganz westlich bis Zschadraß östlich zu sehen, die von der schon bewährten Linie entlang der Parthe und Mulde von Borsdorf aus südöstlich gekreuzt wird. Südlichste Dorfkirche ist Rüdigsdorf bei Kohren-Sahlis, weiter östlich erinnert Schwarzbach nahe Rochlitz mit einem spannenden Beitrag an den Herbst 89. Die Stadt Borna hat mit der Emmauskirche immer auch eine Dorfkirche zu bieten und beteiligt sich gesellig-musikalisch. Die Stadt Wurzen selbst öffnet zur Dorfkirchennacht ihre Stadtkirche St. Wenceslai, wo ab 22. August die berührende Ausstellung „Die Bibel in Holz“ von Gottfried Reichel zu sehen ist.

Radfahrerkirche Erdmannshain
Die Dorfkirchennacht hat inzwischen richtige „Fans“ gefunden. Dazu eine kleine Hochrechnung: Niemand kann und will es schaffen, an diesem Abend möglichst viele Kirchen zu besuchen. Aber zwei bis drei in regionaler Nähe sind schon möglich. Bei den rund 150 sehens- und liebenswerten Dorfkirchen im Kirchenbezirk brauchte ein Fan 50 Jahre, sie im Rhythmus der Dorfkirchennächte nacheinander aufzusuchen. Was für ein enormes Potential in allen diesen Kirchen steckt! Doch für den Einzelnen finden sich, Gott sei Dank, innerhalb und außerhalb der Sonntagsgottesdienste viele Möglichkeiten, die Kirchen in Dorf und Stadt und das Leben darin zu entdecken.
Das bereits im Mai gedruckte Programmheft wurde jetzt an zwei Stellen korrigiert: Darin fehlt die Dorfkirche Leulitz, die sich mit Glockenläuten für jedermann, Geschichten zur Geschichte, Taschenlampenführung und Musik beteiligt. Die Kirche Trebsen dagegen nicht geöffnet sein.


