1. September 2010 - ERZGEBIRGE
Festivalpremiere in den schönsten Kirchen Sachsens
Weltstars und Traditionen vereinen sich beim Musikfest Erzgebirge

Auftakt am 3. September in der St. Georgenkirche in Schwarzenberg
ERZGEBIRGE - In der St. Georgenkirche in Schwarzenberg wird am 3. September mit der h-Moll-Messe von Johann Sebastian Bach, interpretiert von Philippe Herreweghe und seinem berühmten Collegium Vocale Gent, das Musikfest Erzgebirge eröffnet. Es folgen neun weitere Konzerte und zwei musikalische Gottesdienste, die den „Brückenschlag zwischen den reichen Traditionen des Erzgebirges und internationalen Künstlern“ verwirklichen, sagt. Intendant Prof. Hans-Christoph Rademann. Es sei ein Festival in den schönsten Kirchen Sachsens, das einen festlichen Zusammenklang von Landschaft, Architektur und Musik kreiere.
Bereits vor dem ersten erklingenden Ton gerät das Musikfest Erzgebirge zu einem Erfolg für die Region: Über 80 Prozent der Tickets sind bereits im Vorfeld abgesetzt. Rund ein Viertel der Besucher kommen nicht aus dem Erzgebirgskreis. Zahlreiche Unternehmen, Städte, Gemeinden und Kirchgemeinden unterstützen das Musikfest Erzgebirge finanziell oder logistisch und verleihen dem Musikfest seine spezifische erzgebirgische Identität. Begleitet wird das Musikfest von einer Ausstellung „Das begehbare Programmheft“, Konzerteinführungen, Stadtrundgängen, einem Klassik-Picknick und einem Musikfest-Café.

12. September Abschluss mit dem RIAS Kammerchor in Annaberg
Das Musikfest bietet internationale Stars, sächsische Musikschätze, Alte Musik in jungen Händen und ehrt die wohl einmalige erzgebirgische Kantoreitradition. Letztere kann man zum einen beim großen Sängerfest in Lößnitz unter der Leitung von Simon Halsey mit über 300 Sängerinnen und Sängern der erzgebirgischen Kantoreien erleben. Halseys Mitsingekonzerte in der Hauptstadt genießen Kultstatus. Er wird auch im Erzgebirge eine neue, mitreißende Tradition begründen.
Zum anderen sind die beiden musikalischen Gottesdienste am 5. September in Schwarzenberg und am 12. September in Annaberg, in denen Kantaten von Bach und Stölzel (Wiedererstaufführung) erklingen, Beleg für die außerordentliche Leistungsstärke der erzgebirgischen Kantoreien.
Ein besonderer Schatz wird am 7. September in Grünhain gehoben. Im Geburtsort Johann Herrmann Scheins erklingen verschollen geglaubte Werke von Daniel Bollius, kirchenmusikalische Juwelen von geradezu opernhaftem Glanz.
Restkarten für die zehn Konzerte in zehn Kirchen gibt es jeweils 2 Stunden vor Konzertbeginn an der Abendkasse.


