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Aktuelles

31. August 2010

Landeskirche feiert 20 Jahre Lettland-Partnerschaft

Jährliche Begegnungen zwischen sächsischen und lettischen Jugendlichen

Bild: Alte Gertrudiskirche in Riga
Das erste und bisher einzige Jugendzentrum Lettlands befindet sich im Sockelgeschoss der Gertrudiskirche in Riga

DRESDEN - Die sächsische Landeskirche blickt auf eine 20-jährige Partnerschaft zu Gemeinden der Evangelisch-Lutherischen Kirche Lettlands zurück und lädt am Wochenende des 4. und 5. September zum Jahrestreffen der Lettland-Partnergemeinden in die Dresdner Dreikönigskirche ein. Nach Berichten aus der Partnerschaftsarbeit am Sonnabend wird im Festgottesdienst (10:00 Uhr) am Sonntag, 5. September, Landesbischof Jochen Bohl predigen. Im Anschluss haben die Besucher Gelegenheit, mit Gästen aus Lettland ins Gespräch zu kommen und sich über die kirchliche Situation in dem baltischen Land zu informieren.

Nach der ersten Kontaktaufnahme im Herbst 1989 durch die sächsische Landeskirche mit der dortigen lutherischen Kirche, kam es im Juli 1990 im lettischen Krimulda zur ersten Begegnung zwischen sächsischen und lettischen Jugendlichen. Seither fanden jährlich Jugendfreizeiten in Lettland statt und das Landesjugendpfarramt unterstützte durch das Jugenddankopfer 2006 die Einrichtung eines Jugendzentrums in der Alten Gertrudiskirche in Riga. In dieser Zeit knüpften auch zahlreiche Kirchgemeinden Kontakte zu lettischen Gemeinden und organisierten Fahrten. Derzeit existieren elf aktive Partnerschaften und auf landeskirchlicher Seite entwickelten sich dauerhafte Beziehungen.

Bild: Pfarrer Rinalds Grants vor dem Altar der Gertrudiskirche
Pfarrer Rinalds Grants (Gertrudiskirche), der das Jugendzentrum aufbaute, wird auch nach Dresden kommen

So ist es mittlerweile Tradition geworden, dass ein Vertreter der lettischen Kirche als Gast an den Tagungen der Landessynode teilnimmt. Auf der letzten Frühjahrstagung kam der Regionalbischof Einars Alpe aus Daugavpils (Dünaburg) zu Besuch und überbrachte Grüße seiner Kirche. Neben den Jahrestreffen organisiert die Arbeitsgruppe Lettland auch Lettisch-Sprachkurse mit lettischen Lehrerinnen für haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter der Partnerschaftsarbeit. Zum Jahrestreffen am Wochenende werden zwölf Vertreter aus lettischen Partnergemeinden erwartet. Als Einstieg am Sonnabend, wird um 16:00 Uhr Pfarrerin Dr. Ilze Kezbere aus Stuttgart einen Vortrag zur Geschichte der Reformation in Lettland halten.

Die Lettische Kirche, die seit 1963 Mitglied im Lutherischen Weltbund ist, hat 250.000 Gemeindeglieder. In der Landeshauptstadt Riga befinden sich der Sitz des leitenden Bischofs, das Konsistorium und die Pastoralausbildung. Die Haupt- und Bischofskirche ist der Rigaer Dom.

 

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