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Aktuelles

9. November 2010

Landesbischof Bohl stellvertretender EKD-Ratsvorsitzender

Bild: Nikolaus Schneider und Jochen Bohl (v.l.n.r.) (Foto: EKD Internetarbeit)
EKD-Ratsvorsitzender Präses Schneider und sein Stellvertreter, Landesbischof Bohl (Foto: EKD Internetarbeit)

Seit der letzten EKD-Synode in Ulm 2009 ist Jochen Bohl Ratsmitglied

Bild: Landesbischof Jochen Bohl am Pult (Foto: EKD Internetarbeit
Landesbischof Bohl (Foto: EKD Internetarbeit)

DRESDEN / HANNOVER – Die Synode und Kirchenkonferenz der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) wählten am 9. November 2010 in Hannover Landesbischof Jochen Bohl (60) in das Amt des stellvertretenden Ratsvorsitzenden. Er erhielt 113 von 141 abgegebenen Stimmen. Zuvor wurde der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Nikolaus Schneider, überzeugend in seinem Amt als Vorsitzender des Rates der EKD bestätigt.

Jochen Bohl wies auf den gemeinsamen Werdegang von Nikolaus Schneider und ihm hin: beide begannen ihren Berufsweg Mitte der 70er Jahre als Pfarrer von Arbeitergemeinden, Schneider in Duisburg, er selbst in Dortmund. Nachdem er zehn Jahre lang rheinischer Pfarrer gewesen sei, haben seine Wege ihn nach Dresden geführt: "Ich bin ein Sachse geworden, auch wenn man mir das nicht so richtig anhört." Aber für ihn gelte, wie auch für den neu gewählten Ratsvorsitzenden: "Ich verstehe mich als Pfarrer, der in der Aufgabe der geistlichen Leitung der Gemeinde und der Kirche steht."

Er ist seit sechs Jahren sächsischer Landesbischof und gehört seit dem letzten Jahr dem 15-köpfigen Rat der EKD an. Der Rat leitet die EKD in allen Angelegenheiten, die nicht ausdrücklich anderen Organen vorbehalten sind. Insbesondere soll er für die Zusammenarbeit der kirchlichen Werke und Verbände in allen Bereichen sorgen, die evangelische Christenheit in der Öffentlichkeit vertreten und zu Fragen des religiösen und gesellschaftlichen Lebens Stellung nehmen.

Der sächsische Landesbischof, der in seiner sechsjährigen Amtszeit immer wieder das sozialpolitische Mandat der Kirche betonte, war zuvor Chef der Diakonie Sachsen. Bohl stammt aus dem kurmärkischen Sauerland und wuchs in einem elterlichen Handwerksbetrieb auf. Nach Theologiestudium war er als Gemeindepfarrer am Industriestandort im westfälischen Dortmund tätig. Später ging er als Jugendpfarrer in das Saarland und leitete das dortige Evangelische Jugendwerk bis 1995. Nach neunjähriger Tätigkeit als Diakonie-Direktor in Sachsen wählte ihn im März 2004 in Dresden ein Wahlgremium auf der Landessynode zum Landesbischof.

Weiterführende Informationen über Landesbischof Jochen Bohl
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