5. Januar 2012
20 Jahre Evangelische Erwachsenenbildung Sachsen
Rückschau auf Vergangenes, Nachdenken über das Jetzt und Blick in die Zukunft
DRESDEN – Zu einem Neujahrsempfang lädt die Evangelische Erwachsenenbildung (EEB) Sachsen anlässlich ihres 20-jährigen Bestehens ein. Dieser findet am 7. Januar um 17:00 Uhr in den neuen Räumen auf der Tauscherstraße 44 in Dresden statt.
Die EEB Sachsen ist der Verbund der Einrichtungen in der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens, die kirchliche Bildungsarbeit mit Erwachsenen betreiben.
Als Landesorganisation repräsentiert die EEB Sachsen diese Bildungsarbeit in der Gesellschaft, kooperiert mit weiteren Bildungsträgern und wird vom Sächsischen Staatsministerium für Kultus gefördert.
Mitglieder in der Evangelischen Erwachsenenbildung sind u.a. das Amt für Gemeindedienst Leipzig, das Diakonische Werk der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens, die Kirchliche Erwerbsloseninitiative Zschopau, das Evangelische Forum Chemnitz, die Frauen- und Männerarbeit der sächsischen Landeskirche sowie das Seelsorgeinstitut und das Theologisch-Pädagogische Institut.

Sitz der EEB in der Tauscherstraße
Im Mittelpunkt des Jubiläums steht das Thema „Mit 20 hat man noch Träume“. Es soll eine Rückschau auf die Arbeit der EEB, Nachdenken über die Gegenwart und ein Blick in die Zukunft sein. Zudem besteht die Möglichkeit, miteinander ins Gespräch zu kommen und sich über Erfahrungen auszutauschen.
Über 100 Gäste werden zum Empfang erwartet, darunter Vertreter des Freistaates Sachsen und des Landeskirchenamtes, Mitarbeiter und Dozenten sowie die Gründungsmütter und –väter der EEB. Grußworte werden Wilhelm Niedernolte, Leiter der Evangelischen Erwachsenenbildung Niedersachsen und seit 2009 Vorsitzender der Deutschen Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Erwachsenenbildung (DEAE), Petra Zeller, Referatsleiterin im Staatsministerium für Kultus und Sport, Oberlandeskirchenrat Dietrich Bauer aus dem Landeskirchenamt und Christoph Seele, Beauftragter der Evangelischen Landeskirchen beim Freistaat Sachsen, sprechen.
Die Mitarbeiter der Evangelischen Erwachsenenbildung werden ihre Arbeit und einzelne Projekte zum Empfang vorstellen. „Die Arbeit der EEB entstand aus der Gruppenorientierten Gemeindearbeit in den 70er Jahren. Von Anfang an strebte die EEB eine Bildung auf Augenhöhe an. Das heißt, die Kompetenzen, die die Menschen besitzen, müssen nur noch geboren werden“, so Pfarrer Karl-Heinz Maischner, Leiter der EEB Sachsen. Die pädagogischen Ansätze in der Arbeit der EEB basieren auf einem „partnerschaftlichen Dialog zwischen Lehrenden und Lernenden“. Ein wichtiges Ziel der Arbeit ist es, eine Balance in der Aus- und Weiterbildung zu schaffen. „Wir achten im Bildungsprozess auf die Balance der jeweiligen Situation, des Themas, der beteiligten Personen und ihrer Beziehungen untereinander“, heißt es in den Leitlinien der EEB.
Die Weiterbildungen finden beispielsweise in den Bereichen Leitungskompetenz, Religion, Erziehung, Politik und Kultur statt. Die vier Arbeitsgruppen „Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus“, „Familienbildung“, „Seniorinnen- und Seniorenarbeit in der Landeskirche“ und „Werkstatt-Tage in der Seniorenarbeit“ unterstützen und bereiten die Bildungsangebote vor. Beispielsweise hat die AG „Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus“ die Broschüre „Nächstenliebe verlangt Klarheit“ entwickelt und gibt den Gemeinden Hinweise, wie sie eine Mahnwache gestalten können. Einmal jährlich findet der Werkstatt-Tag Seniorenarbeit statt. In diesem Jahr steht am 28. Januar das Thema „Die Alten von heute sind nicht die von gestern – der Blick durch die Milieubrille“ auf dem Programm. Die Angebote der EEB stehen allen Menschen offen, unabhängig von Religion und Weltanschauung.
Evangelische Erwachsenenbildung Sachsen


