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Aktuelles

21. Januar 2012

Kompromiss im Umgang zu Homosexualität und Pfarrhaus

In versöhnter Verschiedenheit beieinander bleiben

Bild: Blick in den Sitzungsraum in der Dresdner Dreikönigskirche

DRESDEN – In ihrer Klausurtagung am 20. und 21. Januar 2012 hat sich die Kirchenleitung der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens intensiv mit der Frage des Umgangs mit Homosexualität beschäftigt.

Die Kirchenleitung bekräftigt die bleibende Bedeutung der biblischen Ordnung von Ehe und Familie als Leitbild des Zusammenlebens von Frau und Mann. Des Weiteren sollen um der Einheit der Landeskirche willen die Feststellungen der Kirchenleitung vom 29. August 2001 fortgeschrieben werden. Die Landeskirche behält sich vor, in Einzelfällen gleichgeschlechtlichen Paaren das gemeinsame Leben im Pfarrhaus zu gestatten. Dies setzt die einmütige Zustimmung des zuständigen Kirchenvorstandes zwingend voraus und ist nur bei Eingetragenen Lebenspartnerschaften möglich.

Landesbischof Jochen Bohl wies in seiner Erklärung auf die stark gegensätzlichen Auffassungen in der sächsischen Landeskirche hin, welche nur durch ein gegenseitiges Respektieren und Achten der jeweils anderen Auffassung überwunden werden können. „Ich hoffe, dass die Christinnen und Christen in den Kirchgemeinden unserer Landeskirche diese Entscheidung der Kirchenleitung mittragen werden. Ich bin sicher, dass homosexuell geprägte Menschen, mit denen wir in der Gemeinschaft der Kirche verbunden sind, als Schwestern und Brüder im Glauben akzeptiert werden“, so Bohl.

Eine wichtige Grundlage der Beratung bildete der Abschlussbericht der Arbeitsgruppe „Homosexualität in biblischem Verständnis“. Die Kirchenleitung würdigt den gefundenen Konsens der AG in wichtigen Aspekten. So schließt sie sich ausdrücklich der Einsicht an, dass der status confessionis nicht gegeben ist.

Berichte Kirchenleitung

Aktuell ERF - Kompromiss in Sachsen: Einzelfallentscheidungen

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