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Aktuelles

26. Januar 2012

Neue Glaubenskurse starten in den sächsischen Gemeinden

Das Portal >www.kurse-zum-glauben< füllt sich mit Angeboten aus Sachsen

Bild: Blick in einen Kurs (Foto: Einladung Frauenkirche Dresden)

DRESDEN – In diesen Tagen laufen in den sächsischen Kirchgemeinden Angebote von Glaubenskursen an. Sie richten sich an Menschen, die bisher noch keine Berührung mit Kirche und Glauben hatten, aber auch an diejenigen, die sich wieder intensiver mit christlichen Glaubensfragen auseinandersetzen möchten. In mehreren Gesprächen beschäftigen sich die Teilnehmer mit zentralen Themen des Glaubens und lernen diese kennen.

Die Kurse sind vielfältig und nähern sich dem christlichen Glauben auf unterschiedliche Weise: anhand biblischer oder philosophischer Texte, mittels Kunstwerken oder über Symbole. Die Gemeinden bieten verschiedene Kursmodelle an, vom traditionellen Alpha-Kurs bis zu selbst entwickelten Kursmodellen. Die zu Beginn des Jahres gestarteten Kurse dauern meistens bis Ostern. Dann besteht für die Teilnehmenden die Möglichkeit, sich taufen oder konfirmieren zu lassen. Viele junge Ehepaare besuchen die Kurse zur Vorbereitung auf eine kirchliche Trauung.

Bild: Banner und Einladung zu Kurse-zum-Glauben

Dresdens Kirchgemeinden starteten Ende letzten Jahres und zu Beginn des neuen Jahres wieder zahlreiche Glaubenskurse. So vermittelt ein Glaubenskurs für Erwachsene der Kirchgemeinde Leubnitz-Neuostra, der schon am 7. Dezember 2011 begann, in offener Form Grundwissen über den christlichen Glauben. Dabei sollen sich die Teilnehmenden über Glaubens- und Lebensfragen austauschen. Ebenso findet seit dem 1. November 2011 ein solcher Kurs in der Kirchgemeinde Bannewitz statt.

Die Frauenkirche und die Kreuzkirche organisieren seit 2006 „Religion für Neugierige“. Ab dem 22. Februar treffen sich auch in diesem Jahr Interessierte, um gemeinsam mit Pfarrer Holger Treutmann und Pfarrer Joachim Zirkler über persönliche Fragen zu Gott und zum Glauben nachzudenken. Für die Teilnehmenden besteht die Möglichkeit, sich in der Osternacht am 7. April in der Frauenkirche oder in ihren Heimatgemeinden taufen zu lassen.
Die Dresdner Stadtmission bietet Glaubenskurse für Interessierte, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Freunde, Mitglieder, Förderer der Stadtmission und für die Klienten an.

Bild: Kurse zum Glauben - Kartenmotiv

In Leipzig fand am 24. Januar der erste Abend des dortigen Glaubenskurses im Gemeindesaal der Nikolaikirche statt. Dazu kamen 27 Teilnehmende zum Kurs „Was Christen glauben“. Die Mehrheit ist zwischen 20 und 40 Jahren und kommt aus unterschiedlichen sozialen Kontexten. Aufmerksam auf den Kurs wurden sie durch unterschiedliche Kommunikationswege, beispielsweise Flyer und Postkarten, die in Kirchen auslagen, aber auch über die Internetseite des Kirchenbezirkes. Ebenfalls machte ein Spot im Fahrgastfernsehen, der eine Woche lang in der Leipziger Straßenbahn gezeigt wurde, das Angebot bekannt.

An elf Abenden treffen sich die Kursteilnehmer, um unter der Leitung von Pfarrerin Angelika Biskupski und Pfarrer Bernhard Stief über den christlichen Glauben ins Gespräch zu kommen. Diese werden in der Vorbereitung und Durchführung von Ehrenamtlichen unterstützt. „Wir bieten einen geistlichen Rahmen an, indem wir gemeinsam Gebete und Psalmen lesen. Wichtig sind für uns die Impulse, die wir geben, damit der Schatz der Erfahrungen und die Meinungen der Teilnehmenden gegenseitig wahrgenommen werden“, so Biskupski. Weitere Kurse im Kirchenbezirk finden in der Versöhnungskirchgemeinde Gohlis, in der Andreaskirchgemeinde, in der Martin-Luther-Kirchgemeinde, in den Kirchgemeinden Möckern, Lindenthal, Lützschena, Wahren, in der Bethanienkirchgemeinde, in der Kirchgemeinde Connewitz-Lößnig und in der Kirchgemeinde Marienbrunn statt.

In Chemnitz wird ab dem 2. Februar (Tag der Darstellung des Herrn) um 19:00 Uhr zu einem vom Evangelischen Forum Chemnitz und dem Kirchenbezirk Chemnitz organisierten Glaubenskurs unter der Leitung von Pfarrerin Dorothee Lücke und Pfarrer Stephan Brenner eingeladen. An acht Abenden treffen sich Interessierte unter dem Motto "Auf Glaubens-Kurs“, „um Glaubensfragen in den Blick zu nehmen“, sagte Brenner von der Arbeitsstelle für Öffentlichkeitsarbeit und Gemeindeaufbau in Chemnitz.

Bild: Start der Initiative

Dabei beschäftigen sie sich mit Fragen und Hinweisen zu Gott, zu Jesus, zur Bibel, zum Beten, zum Leben, zum Sterben, zur Kirche und zur Welt. „Zwölf Anmeldungen liegen uns bereits vor, und wir freuen uns über das Interesse“, so Dorothee Morgenstern vom Evangelischen Forum Chemnitz. Der erste Abend dient zum gegenseitigen Kennenlernen und steht unter dem Thema „Gottes Spuren entdecken – Ihm im eigenen Lebensweg nachspüren“.  „Die im Kurs vermittelten Inhalte sollen als Impulse für Gespräche über den Glauben dienen“, so Brenner.

Am 24. August 2011 wurde die Initiative „Erwachsen glauben“ in Sachsen eröffnet. „Etwa 75 Prozent der sächsischen Kirchgemeinden bieten bereits Glaubenskurse an“, so Landesbischof Jochen Bohl. 2008 initiierte der Rat der EKD „Erwachsen glauben“. Verschiedene Studien haben sich bereits mit dem Thema beschäftigt. Im Mai letzten Jahres wurde im Haus der Kirche in Dresden eine Studie der Evangelischen Hochschule Nürnberg vorgestellt. Diese untersuchte den Beitrag von Glaubenskursen zur religiösen Bildung.

Im Mittelpunkt des Projektes standen die Fragen „Wer geht warum in welchen Glaubenskurs?“ und „ Was kommt dabei heraus?“. Das Ergebnis der Studie zeigt, dass bedeutende Unterschiede zwischen den Teilnehmenden in Dresden und Nürnberg bestehen: Das höhere Durchschnittsalter liegt in Dresden bei 40,2 Jahren und es sind mehr Männer als in Nürnberg. Weiterhin haben die Kursteilnehmer hier ein höheres Bildungsniveau mit Abitur oder Studium und sie leben häufig in Partnerschaften, sind aber seltener verheiratet.

www.kurse-zum-glauben.de

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