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Aktuelles

30. Mai 2012

Benefizkonzert für sozialdiakonische Projekte in St. Petersburg am 3. Juni in Dresden

Dresdner Chor unterstützt deutsche evangelische Gemeinde an der Newa

Bild: Brückenschlag - Einladung zum Konzert

DRESDEN / ST. PETERSBURG – Für die deutsche evangelisch-lutherische St. Petri- und St. Annengemeinde im russischen St. Petersburg findet am 3. Juni in der Dresdner Dreikönigskirche um 16:00 Uhr unter dem Motto „Brückenschlag“ ein Benefizkonzert statt.

Auf dem Programm stehen Werke von Hassler, Homilius, Mauersberger, Pachelbel, Rachmaninow, Westenhöfer u.a., die durch den Dresdner Kammerchor ‚Vario Vocale’ unter Leitung von Gerd Reichard zur Aufführung kommen. Im Konzert werden auch drei 11-jährige Instrumentalsolisten aus Dresden mitwirken. Der Chor initiierte das Konzert vor dem Hintergrund der Städtepartnerschaft zwischen Dresden und St. Petersburg, die sich 2011 zum 50. Mal jährte.

"Solche Städtepartnerschaften leben durch persönliches Engagement", sagt der Vorsitzende des Vario Vocale e.V., Christoph Springer. Eine  Motorradreise, die er im vergangenen Jahr nach St. Petersburg unternommen hat, war schließlich Auslöser seiner Initiative für die Benefizaktion. Springer: "Ich finde, auch die Kirche ist gefordert bei solchen Städtepartnerschaften."

Bild: Das Kreuz wird von einer Kirche herunter gerissen (Agitation im Kirchenkampf)
Wandbild unter dem Bassin

Die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens unterstützt das Benefizkonzert und das Anliegen. Schließlich werden die Einnahmen und Spenden der Benefizaktion zu 100 Prozent an die Gemeinde in St. Petersburg weitergegeben. Sie sollen dort unter anderem für die sozialdiakonische Arbeit verwendet werden. Die deutsche evangelisch-lutherische St. Petri- und St. Annengemeinde, die zurzeit etwa 700 Mitglieder hat, betreibt unter anderem ein Präventionsprojekt für Straßenkinder, Besuchsdienste und engagiert sich für HIV-erkrankte Kinder und deren Eltern.

Die St. Petersburger Petrikirche hatte jahrzehntelang ein besonderes Schicksal erfahren, da sich seit 1962 mitten in der Kirche ein Schwimmbecken, im Altarraum ein Sprungturm und beiderseits Tribünen befanden. Die im Zentrum der Stadt stehende Kirche ist immer noch von den Folgen dieser Zeit gezeichnet. So dienen die Tribünen als Kirchenemporen und ein komplettes Stockwerk fehlt, denn das Schwimmbecken wurde direkt in das Kirchenschiff gebaut.

Am 31. Oktober 1838 wurde die Petrikirche am Newskij-Prospekt, einer der Hauptstraßen im Zentrum von St. Petersburg, geweiht. Nach der Revolution 1917 wurde der Bau verstaatlicht, 1937 geschlossen und die Kunstschätze wurden beschlagnahmt oder geraubt. Die Pfarrer sind 1938 unter Stalins Herrschaft ermordet worden und viele Gemeindeglieder verließen das Land. Bevor der Kirchenbau als Schwimmhalle umgebaut wurde, diente er als Lager.

1993 ist das Gebäude der „Evangelisch-Lutherischen Kirche in Russland und anderen Staaten“ zur Nutzung zurückgegeben worden. Nach einem erneuten Umbau wird sie seit 2003 wieder als Kirche für die deutsche evangelisch-lutherische St. Petri- und St. Annengemeinde in St. Petersburg genutzt. Die Gemeinde betreibt eine rege diakonische Arbeit, in einem Seitenflügel der Kirche werden unter anderem humanitäre Hilfe, ärztliche, juristische und soziale Konsultationen angeboten.

Vario Vocale aus Dresden erschließt sich seit 1997 in derzeit 15-köpfiger Besetzung die Möglichkeiten geistlicher und weltlicher Chormusik alter und neuer Zeit. Zur kontinuierlichen Arbeit kam es nach Fahrten zu ungarisch-sprachigen Gemeinden in Rumänien. Sänger der ökumenischen Kantorei der Weinbergskirche Dresden-Trachenberge entdeckten auf musikalischen Reisen durch Siebenbürgen, wie gut wenige Stimmen harmonieren können.

Brückenschlag-Spendenkonto: Landeskirchenamt Sachsens
Konto: 1 600 800 015; BLZ: 350 601 90, Bank für Kirche und Diakonie – LKG Sachsen
Verwendungszweck: 352 101 + Spendername + Spenderadresse.
(Eine Spendenquittung wird automatisch zugesandt)

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