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Aktuelles

24. Dezember 2012

Landesbischof Bohl: Orientierung in einer verwirrenden Welt

Wir orientieren uns an der Wahrheit, die uns in Jesus Christus gegeben ist

Bild: Landeschof Jochen Bohl in der Kreuzkirche

DRESDEN – Landesbischof Jochen Bohl sprach in der Christvesper in der Dresdner Kreuzkirche die Kontinuität an, mit der Weihnachten gefeiert wird, trotz der Veränderungen im Alltag des zu Ende gehenden Jahres. „Die Worte des Evangelisten Lukas sind uns zu einem feststehenden Datum geworden, während doch alles andere dem immerwährenden Wandel unterworfen ist.“ In der Geschichte der Geburt Jesu glaube die weltweite Christenheit angesichts der „verwirrenden Welt“ die Wahrheit zu finden.

Mit dieser Geschichte Jesu sei für einen Moment die Möglichkeit eröffnet, das eigene Leben zu betrachten. Jesu Wirken mit Worten und Taten rief zur Nachfolge. Beim Evangelisten Johannes heißt es, dass Jesus nicht von sich selbst gekommen sei. Jesus sagte, er sei gesandt worden. So könne sich auch kein Mensch die Wahrheit selbst geben, denn sie könne nur empfangen werden, so Bohl. Die Geschichte Gottes mit den Menschen war begleitet mit Fragen, „ob es die eine Wahrheit geben kann, die nicht täuscht über unsere Herkunft“.

Die Wahrheit begegne uns in Jesus von Nazareth und durch ihn die göttliche Wahrheit. Er sei der Maßstab, an dem sich das Mensch-sein entscheide. Ohne eine Richtschnur auszukommen sei gefährlich. Das zeige die Gegenwart von menschlicher Schwäche und Unvermögen, von zahllosen empörenden Ungerechtigkeiten; die von den Folgen des Nutzdenkens, von Gier und dem Geiz ausgingen. Die Folge seien tiefe Risse im Zusammenleben in der Einen Welt, wo es mehr Arme gebe, „während der Reichtum anderer in nie gekannter Weise gewachsen sei“, so Bohl.

Damit solle man sich nicht abfinden, appelliert er, denn um nicht in die Irre zu gehen gebe die Bindung an die durch Jesus Christus gegebene Wahrheit Orientierung in den Herausforderungen dieser Tage,. Dieser Wahrheit könne vertraut werden, „denn sie ist nicht ein bloßer Gedanke, sondern Anleitung zum Leben. Weil Jesus Christus Liebe gelehrt und gelebt hat, feiern wir seine Geburt als Fest der Liebe und feiern es in Liebe“, schloss Bohl seine Predigt in der Kreuzkirche.

Predigt

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