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Aktuelles

15. Februar 2013 - CHEMNITZ

22. Tage der jüdischen Kultur in Chemnitz

Veranstaltungen mit dem Evangelischen Forum und in den Kirchen der Stadt

Bild: Bildsymbol von den Jüdischen Kulturtagen in Chemnitz unter www.tdjk.de

CHEMNITZ - Die Tage der Jüdischen Kultur finden vom 16. Februar bis 3. März zum 22. Mal in Chemnitz statt. Über 40 Veranstaltungen mehrerer Mitveranstalter stehen auf dem Programm, darunter das Evangelische Forum, das mit der Deutsch-Israelischen Gesellschaft und der Jüdischen Gemeinde Chemnitz zusammenarbeitet. Die Stadt Chemnitz fördert mit den Kulturtagen die Zusammenarbeit zwischen Christen und Juden, deren Schirmherrin Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig ist.

In den Kunstsammlungen Chemnitz (Museum am Theaterplatz) werden die Kulturtage am 16. Februar um 19:30 Uhr mit einer Ausstellung von Gemälden zerstörter Synagogen in Deutschland von Alexander Dettmar (geb. 1953) eröffnet. Des Weiteren sind zu sehen eine Ausstellung des Leo Baeck Instituts in New York über die jüdische Exilgemeinde in Shanghai zwischen 1936 und 1949 sowie von Oskar Kokoschka ‚Jerusalem Faces‘.

Weitere Konzerte, Vorträge und Lesungen finden während der Veranstaltungsreihe u.a. statt im Jüdischen Gemeindezentrum, im Evangelischen Forum, in verschiedenen Kirchen und Häusern der Stadt. Zusammen mit der Deutsch-Israelischen Gesellschaft und dem Evangelischen Forum wird am 17. Februar eine Stadtführung für Kinder „Auf jüdischen Spuren durch Chemnitz“ mit Renate Aris und Pfarrerin Dorothee Lücke angeboten. Treffpunkt ist DAStietz (Moritzstraße 20).

Einen Tag darauf geht es um 18:00 Uhr im Jüdischen Kindergarten (Tschaikowskistraße 9) um die Geschichte des ersten jüdischen Kindergartens in Chemnitz, der sich von 1927 bis 1932 in der damaligen Kasernenstraße befand. Es referiert der Historiker Dr. Jürgen Nitzsche.
Im Evangelischen Forum (Theaterstraße. 25) gibt es am 19. Februar um 19:00 Uhr eine Einführung in das biblische Hebräisch und am 24. Februar spricht Dr. Wilfried Haßelberg-Weyandt über den jüdischen Ursprung der Liturgie christlicher Gottesdienste.

Am 26. Februar um 15:00 Uhr wird im ‚Kraftwerk‘ (Kaßbergstraße 36) das Musikcafé zu den Tagen der jüdischen Kultur das Leben des bekennenden Juden, wahren Humanisten und weltweit gefeierten Künstlers Yehudi Menuhin thematisieren. Unter dem Titel „Musik als Hoffnung“ spricht Michael Pempeforth in Gestaltung von Dieter-Gerhardt Worm an diesem Abend, der vom Chemnitzer Musikverein, Kraftwerk e.V., Städtischer Musikschule und Evangelischem Forum vorbereitet wird.
 
Mit verschiedenen Lesungen ehrt am 28. Februar die Stadt Chemnitz ihren in dieser Stadt geborenen und späteren Dichter Stefan Heym, der in diesem Jahr 100 Jahre geworden wäre. So findet in der Stadt- und Marktkirche St. Jakobi um 15:00 Uhr unter dem Titel „Utopie Schwarzenberg?“ eine kommentierende Stefan-Heym-Lesung mit Fotoausstellung von Studierenden der TU Chemnitz statt. Der Schriftsteller Stefan Heym wurde am 10. April 1913 in Chemnitz als Helmut Flieg geboren. Er starb am 16. Dezember 2001 in En Bokek, Israel.

Evangelisches Forum Chemnitz

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