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Aktuelles

6. Juni 2013

Flut in Sachsen / Aufruf zu Fürbitte und Spenden

Aus Erfahrung wird die Hilfe für Menschen in Not zielgerichtet vorbereitet

Bild: Dresdner Seenland am Scheitel der Elbeflut 2013

DRESDEN - Die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens ruft angesichts der aufgetretenen Schäden beim Hochwasser in Sachsen zur Unterstützung durch Fürbitten und Spenden auf. „Als Ausdruck der Solidarität empfiehlt das Landeskirchenamt die Kollekte des 9. Juni nicht für die eigene Gemeinde zu sammeln, sondern sie den Opfern der Flutkatastrophe in Sachsen zur Verfügung zu stellen“, bat der Präsident des Landeskirchenamtes, Dr. Johannes Kimme die Kirchgemeinden.

Die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers und die Braunschweigs haben als Partnerkirchen ebenfalls zu Fürbitten und Kollektensammlungen am kommenden Sonntag für die Menschen in Sachsen aufgerufen. Das Geld wird auf das Konto der Diakonie Sachsen überwiesen (s.u.), über das bereits im Flutjahr 2002 und im Hochwasserjahr 2006 Menschen Sofort- und Aufbauhilfe erhielten. Insgesamt konnte daraus Betroffenen in Sachsen nach der sogenannten Jahrhundertflut 2002 mit einem Gesamtaufkommen an Spenden von rund 60 Millionen Euro geholfen werden.

Bild: Blick auf das Kirchgemeindehaus in Dresden-Laubegast
Kirchgemeindehaus Dresden-Laubegast

Landesbischof Jochen Bohl, der sich selbst an verschiedenen Orten ein Bild von der Situation machte, verfasste ein Kanzelwort, das am kommenden Sonntag in den sächsischen Kirchen verlesen wird. Darin geht er auf Notlagen vieler Betroffener ein und verweist auf die Notwendigkeit der materiellen Hilfeleistung. Die dankbar erwarteten Kollekten, auch von Partnerkirchen, sowie die eigenen Kollekten werden unmittelbar dem Spendenkonto bei der Diakonie Sachsen zugeführt.

Diakonie Sachsen,
Kto. 100 100 100,
Kennwort „Hochwasser 2013“,
Bank für Kirche und Diakonie – LKG Sachsen: BLZ 350 601 90

Wie im „Flutjahr“ 2002 sind auch wieder kirchliche Gebäude in Mitleidenschaft gezogen und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in ihren Wohnungen betroffen. Das Landeskirchenamt hat sich einen ersten Überblick im Zusammenwirken mit den Regionalkirchenämtern und den Kirchenbezirken verschafft. So sind bei einigen Kirchen und kirchlichen Einrichtungen und Wohnhäusern, die 2002 schon geschädigt wurden, geringere Schäden festzustellen, während andere Einrichtungen diesmal stärker betroffen sind.

Bild: Maria am Wasser in Dresden-Hosterwitz
Kirche Maria am Wasser

Erneut hat es stark die Einrichtungen der Diakonie im Leipziger Land getroffen, wo Häuser und Kitas in Grimma und Colditz verwüstet wurden. Die Kirchliche Erwerbsloseninitiative in Zschopau soll auch einen Schaden über 100.000 Euro davon getragen haben.

An über 30 Orten sind an Kirchen, Pfarr- und Gemeindehäusern Schäden gemeldet worden. Darunter viele Kellerflutungen und nur wenige Wassereinbrüche in Kirchen. Das Landeskirchenamt wird die Kirchgemeinden unterstützen. In Bad Schandau und in Dresden-Hosterwitz steht das Wasser nach voriger Beräumung in der Kirche. Die Kirchen elbabwärts wurden ebenfalls beräumt und erwarten derzeit den Höchststand der Elbe. Kritisch könnte es wieder in Dresden-Gohlis, Brockwitz, Meißen, Riesa und Lorenzkirch werden. Die daraus abgeleitete Schadenssumme können noch nicht beziffert werden.


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(Ein Schreiben des Umwelt-Beauftragten der Landeskirche, Heiko Reinhold)

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