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Aktuelles

11. März 2014

Vertreter der Ev. Jugend in Sachsen in Israel und Palästina unterwegs

Besuche in Tel Aviv, Bethlehem, Ramallah, Hebron, Jerusalem, Jericho, Haifa

DRESDEN - Unter der Leitung von Landesgeschäftsführer Alfred Debus Landesjugendpfarrer Tobias Bilz, die Referenten des Landesjugendpfarramtes Sachsens und sächsische Jugendpfarrerinnen und Jugendpfarrer vom 11. bis 20. März 2014 eine Bildungs- und Begegnungsreise nach Israel und Palästina unternehmen. Anlass ist das Themenjahr 2014 der Lutherdekade „Reformation und Politik“.

In kaum einer anderen Region bedingen sich Religion und Politik so stark wie im Nahen Osten. In der Begegnung mit Menschen verschiedener Religionen wollen sich zwanzig hauptamtliche Jugendarbeiter und -arbeiterinnen ein Bild machen von der Situation in Palästina und Israel. „Reformation als ein Aufruf zur Erneuerung soll dabei helfen, eine neue, kritische Sichtweise zu gewinnen auf die Situation vor Ort, und zwar aus palästinensischer und israelischer Perspektive“, sagt Landesgeschäftsführer Alfred Debus.

Wichtiger Gesprächspartner wird Dr. Mitri Raheb, Pfarrer der Weihnachtskirche und Gründer des Internationalen Begegnungszentrums in Bethlehem sein, Träger des Aachener Friedenspreises und des Deutschen Medienpreises. Der arabische Christ Raheb setzt sich schon seit vielen Jahren für ein gerechtes Zusammenleben von Palästinensern und Israelis ein. Kürzlich erschien sein neues Buch über die Bibel aus palästinensischer Sicht, das ebenso Gesprächs- und Diskussionsgrundlage sein wird wie seine Erfahrungen bezüglich des Lebens im Heiligen Land. Von besonderem Interesse werden dabei die Situation der Christen und deren Verhältnis zu Muslimen sein sowie die Situation der evangelischen Jugendarbeit und des YMCA in Palästina.

Ein Gespräch mit Propst Wolfgang Schmidt, Auslandspfarrer der EKD in Jerusalem, soll Informationen über das Leben von Deutschen und von Christen in Israel vermitteln. Ein zentrales Ziel der Reise ist, bisherige Austauschprogramme des Landesjugendpfarramtes mit israelischen Gruppen auszuwerten und neue Programme zu initiieren. Während es seit vielen Jahren gute Erfahrungen mit deutsch-israelischen Partnerschaften gibt, soll geprüft werden, welche Austauschprogramme mit jungen Palästinensern in Zukunft möglich sind.

Vor wenigen Jahren hat die Evangelische Jugend in Sachsen mit dem Jugenddankopfer Life Gate, eine Einrichtung in Beit Jala/Palästina unterstützt, die junge Menschen mit Behinderungen Unterstützung und Förderung bietet. Auch dort werden die sächsischen Jugendvertreter zu Gast sein und sehen, wie sich die Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen weiterentwickelt hat.

Neben Gesprächen und thematischer Arbeit stehen die Gedenkstätte Yad Vashem und wichtige Stationen der christlichen Geschichte, wie der See Genezareth oder der Berg der Seligpreisungen, auf dem Programm.

Evangelische Jugend Sachsen

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