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Aktuelles

4. Juli 2014 - DRESDEN

Auch Dresden feiert 475 Jahre Reformation in Sachsen

Festgottesdienst, „Luthergeflunker“ und Reformationsliedersingen am 6. Juli

Bild: Hinter dem Altar in der Kreuzkirche die Predella von 1900.

DRESDEN - Am 6. Juli 1539 feierte die Dresdner Kreuzkirchgemeinde erstmals das Abendmahl nach reformatorischem Verständnis mit Brot und Wein. Auf den Tag genau 475 Jahre später, am Sonntag, 6. Juli 2014, erinnern die Kirchgemeinden der beiden Dresdner Kirchenbezirke gemeinsam mit Landesbischof Jochen Bohl an die Einführung der Reformation in Sachsen, insbesondere in Dresden.

Bild: Die Abendmahlskanne von 1540

Der Festgottesdienst mit dem Dresdner Kreuzchor beginnt um 10:00 Uhr. Es ist zugleich der einzige evangelisch-lutherische Gottesdienst an diesem Vormittag in der Stadt. Dresdner Pfarrerinnen und Pfarrer und Kirchvorsteher werden an 17 Tischen das Abendmahl austeilen. Dazu wird die Kreuzkirchgemeinde erstmals wieder eine zuletzt restauriert Abendmahlskanne aus dem Jahr 1540 verwenden.

Zuvor wird im Gottesdienst Landesbischof Jochen Bohl predigen und ein Anspiel mit Personen in historischen Kostümen greift die Szene aus dem goldenen Kreuzkirchen-Altarrelief auf. Die Predella aus dem Jahr 1900 wurde von Heinrich Epler geschaffen und hat die Einführung der Reformation am 6. Juli 1539 im Rahmen eines Gottesdienstes in der Kreuzkirche zum Inhalt. Anwesend waren damals mit Herzog Heinrich dem Frommen und Kurfürst Johann Friedrich dem Großmütigen weitere hohe politische Repräsentanten Sachsens.

Bild: Frau Albert und der damalige Oberbürgermeister sind wieder aufgetaucht

Für den Gottesdienst am kommenden Sonntag haben neben der sächsischen Kultur-Staatsministerin Sabine von Schorlemer auch Honoratioren aus Politik und Kultur ihr Kommen zugesagt. Aus der Ökumene werden Ordinariatsrat Christoph Pötzsch, Bistum Dresden-Meißen, und Peter Fugmann vom Bund Evangelisch-freikirchlicher Gemeinden in Deutschland (Landesverband Sachsen).

Im Anschluss an den Gottesdienst findet auf der Freifläche neben der Kreuzkirche (sogenannter „Lustgarten“) ein Open-Air-Fest für Groß und Klein statt. Eine Kurrende des Dresdner Kreuzchores wird zwischen 12:00 und 12:30 Uhr u.a. vor der Frauenkirche, am Schlossplatz sowie auf der Brühlschen Terrasse singend für das Fest werben.
Auf dem Lustgartengelände können währenddessen Kinder an vier Stationen der Luther-Erlebniswelt u.a.  Schätze aus Gips klopfen oder versuchen mit dem Federkiel zu schreiben. An einer Druckerpresse der Sächsischen Hauptbibelgesellschaft kann man drucken wie vor 500 Jahren. Beim „Luthergeflunker“ im Erzählzelt werden auf heitere Weise Anekdoten aus Luthers Leben und seiner Zeit erzählt. Der Kreuzchor unter Leitung von Roderich Kreile stellt bekannte und unbekannte Reformationslieder vor und wird sie gemeinsam mit den Besuchern singen.

Bild: Dresdner Kreuzchor singt in der Kreuzkirche

Um 14:00 Uhr klingt das Fest mit der Übergabe eines Apfelbäumchens an Vertreter der Kita CentrumGalerie und mit einem gemeinsam gesungenen Kanon aus.
Bereits am Vortag, Sonnabend, 5. Juli, 17:00 Uhr, gestaltet der Dresdner Kreuzchor ein Konzert zum Jubiläum „475 Jahre Reformation in Sachsen“. Mit der Kantate „Preise, Jerusalem, den Herrn“ von Gottfried August Homilius, Carl Philipp Emanuel Bachs „Magnificat“ und der Kantate „Gott, der Herr, ist Sonn' und Schild seines Vaters“ Johann Sebastian Bach erklingen drei der prächtigsten Chorwerke aus der Blütezeit der evangelischen Kirchenmusik – sprichwörtlich mit Pauken und Trompeten.
Neben dem Dresdner Kreuzchor und an der Seite der Solisten Monika Eder (Sopran), Marlene Lichtenberg (Alt), Andreas Karasiak (Tenor) und Julian Orlishausen (Bass) weckt vor allem das Dresdner Barockorchester hohe Erwartungen an allerhöchste musikalische Qualität. Die Leitung hat Kreuzkantor Roderich Kreile.

Evangelisch in Dresden

Bild: Dresdner Kreuzchor vor dem Altar

Termin: 475 Jahre Reformation in Chemnitz - Sonntag, 27. Juli 2014 (6. Sonntag nach Trinitatis), Festgottesdienst um 9:30 Uhr in der Stadt- und Marktkirche St. Jakobi.

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