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Aktuelles

28. September 2004

Markus Leidenberger neuer Landeskirchenmusikdirektor

Einführung in das Amt am 10. Oktober in der Dresdner Martin-Luther-Kirche

Bild: Markus Leidenberger
Markus Leidenberger

DRESDEN - Das Evangelisch-Lutherische Landeskirchenamt Sachsens hat im Einvernehmen mit der Kirchenleitung den Kirchenmusikdirektor des Kirchenbezirkes Dresden Nord, Markus Leidenberger (46), zum Landeskirchenmusikdirektor der sächsischen Landeskirche berufen. Er tritt am 1.Oktober 2004 die Nachfolge von Landeskirchenmusikdirektor Gerald Stier an, der Ende September dieses Jahres in den Ruhestand verabschiedet wird. Die Einführung von Leidenberger in sein kirchenmusikalisches Leitungsamt findet am 10. Oktober um 14:00 Uhr in der Martin-Luther-Kirche durch Oberlandeskirchenrat Dr. Christoph Münchow statt.
Markus Leidenberger war neun Jahre Kirchenmusikdirektor im Kirchenbezirk und zehn Jahre Kantor und Organist an der Martin-Luther-Kirche im jetzigen Kirchspiel Dresden-Neustadt. Seinen kirchenmusikalischen Dienst wird er dort auch weiterhin zur Hälfte seiner Anstellung ausüben und ansonsten für die kirchenmusikalischen Belange in der Landeskirche zuständig sein.
Nachfolger von Leidenberger im Kirchenbezirk wird Kantor Gottfried Trepte (47) von der Radebeuler Lutherkirche.

Markus Leidenberger wurde 1958 in Münchingen bei Ludwigsburg geboren und absolvierte bereits während seiner Gymnasialzeit eine C-Kantoren-Ausbildung. Nach dem Abitur begann er 1977 ein Studium an der Kirchenmusikschule in Esslingen, die er 1981 mit der B-Kantoren-Prüfung abschloss. Nach seiner Zivildienstzeit strebte Leidenberger von 1983 bis 1985 an der Staatlichen Hochschule für Musik in Trossingen die A-Prüfung an. Während der gesamten Studienzeit leitete er bereits mehrere Chöre und erweiterte nach dem A-Examen seine Studien neben der Kantoren- und Organistenstelle in der Diakonissenanstalt in Stuttgart in den Fächern Dirigieren, Chorleitung und Orgel.
Leidenberger wurde 1988 Kantor und Organist an der Paul-Gerhardt-Kirche in Stuttgart und leitete ein Kammerorchester. Er versah dann gleichzeitig einen Lehrauftrag an der Trossinger Hochschule, organisierte Kindersingewochen, Arbeitstagungen und war im Verband der Evangelischen Kirchenmusik in Württemberg aktiv. Zusammen mit seiner Frau, die ebenfalls Kirchenmusikerin ist, kam Leidenberger 1994 nach Dresden an die Martin-Luther-Kirche. Hier leitet er neben den kirchgemeindlichen Musikgruppen den übergemeindlich zusammengesetzten "Bachchor".

Mit der Aufgabe des Landeskirchenmusikdirektors verbinden sich die Dienstaufsicht über die Kirchenmusikdirektoren in den 25 Kirchenbezirken, die Gesamtaufsicht für die Aus- und Weiterbildung der Kirchenmusiker (Prüfungskommission) sowie die Förderung des kirchenmusikalischen Nachwuchses. Der Landeskirchenmusikdirektor veranlasst und organisiert im Zusammenwirken mit dem Kirchenchorwerk und anderen Einrichtungen landeskirchliche Kirchenmusiktage, Fortbildungswochen und hält die Verbindungen zu anderen Leitungsgremien der Kirchenchorwerke und kirchenmusikalischen Ausbildungsstätten in Deutschland.
Markus Leidenberger ist in der gut 70-jährigen Geschichte dieses Amtes der 6. Landeskirchenmusikdirektor in Sachsen.

In der sächsischen Landeskirche "gibt es zur Zeit [2003] 540 Kurrenden mit ca. 7.700 Mitgliedern. In 84 Jugendchören singen ca. 1.200 junge Leute vorwiegend Gospelmusik. Diese Jugendchöre singen aber auch gern traditionelle Kirchenmusik. Die Gesamtzahl der Kirchen- und Kantoreichöre beträgt in Sachsen gegenwärtig 920 mit ca. 17.250 Sängerinnen und Sängern...
Für Chor- und Orgeldienste sind zur Zeit 258 hauptberufliche (A und B) und 198 nebenberufliche C-Kantorinnen und Kantoren tätig. 376 ausgebildete Hilfskräfte (D) und 594 Personen ohne Prüfung wirken ehrenamtlich in den Kirchgemeinden.
...einschließlich der 139 Ruheständler [sind es] insgesamt 1.565 im kirchenmusikalischen Dienst tätige Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen."
(aus: Gerald Stier: Kirchenmusik in Sachsen. Rückblick und Ausblick. In: "Alles, was Odem hat, lobe den Herrn! Kirchenmusik in Sachsen in Vergangenheit und Gegenwart, Evangelische Verlagsanstalt, Leipzig 2004, S.14ff.)

Die Verabschiedung von LKMD Gerald Stier mit einer Grußstunde erfolgt seitens des Landeskirchenamtes am 30. September 2004.(28.9.4)


 

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