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Aktuelles

10. Juni 2015 - DRESDEN

Ausstellungseröffnung »Hartz IV als Stigma«

Portraitierte Personen sind Menschen mit und ohne „Hartz IV“

Bild: Ausschnitt aus dem Einladungsplakat zur Ausstellung

DRESDEN – In der Dreikönigskirche|Haus der Kirche (Hauptstraße 23) wird am 12. Juni um 17:00 Uhr die Fotoausstellung „Hartz IV als Stigma“ mit Buchlesung und anschließender Podiumsdiskussion eröffnet. Gezeigt werden 30 großformatige und sehr eindrückliche Portraitaufnahmen der Chemnitzer Fotografin Nancy Großpietsch. Unter den portraitierten Personen sind Menschen, die „Hartz IV“-Empfänger sind oder waren bzw. auf staatliche Aufstockung ihres Einkommens zur Lebenshaltung angewiesen sind. Die anderen Porträtierten gehören nicht zu diesem Personenkreis, unterstützen aber die Idee und das Anliegen der Ausstellung.

Bild: Ein Porträt "Hartzer?" (Foto: Ausstellung)

Zu Beginn der Eröffnungsveranstaltung am Freitagnachmittag im „Kleinen Saal“ liest der Autor Thomas Mahler (Berlin) aus seinem Buch „In der Schlange. Mein Jahr auf Hartz IV“. Anschließend diskutiert er mit dem Dresdner Jobcenter-Geschäftsführer Jan Pratzka, dem Dresdner Kulturmanager (Kultur Aktiv e.V) und Klaus Hammerlik, Fremdenführer in Großenhain. Für die musikalische Umrahmung zur Eröffnung und während des Ausstellungsrundgangs sorgt ClazzJazz.
Die Ausstellung ist bis zum 31. Juli 2015 im ‚Haus der Kirche‘ zu sehen.

Über die Ausstellung als Netzwerkprojekt der Evangelischen Akademie Meißen

Die Wirkungskraft des „protestantischen Arbeitsethos“ reicht bis tief in die moderne und postmoderne und globalisierten Wirtschaftskultur. Lassen sich aus der reformatorischen These, dass Arbeit Gottesdienst ist, Folgerungen für den Umgang mit Arbeitslosigkeit, sozialem Sicherungssystem und einer verantwortbaren Unternehmenskultur ableiten? Die Evangelische Akademie Meißen nähert sich diesem Schwerpunktthema in einer offenen, diskursiven und zukunftsweisenden Auseinandersetzung.

Bild: Porträt ein "Arzt?" (Foto: Ausstellung)

„Hartz IV als Stigma“ widmet sich der Frage, wie Hartz IV-Empfänger sich selbst wahrnehmen und welche Attribute ihnen von außen zugeschrieben werden. Thematisiert wird die gesamtgesellschaftliche Relevanz eines Gefühls des „Zurückgelassenseins“ einzelner Bevölkerungsteile. Wie fühlt man sich als „Hartzer“? Welche Folgen ergeben sich aus dieser Stigmatisierung für das individuelle Selbstwertgefühl und die Interaktion mit anderen?

Eingebettet ist diese Ausstellung in das Netzwerkprojekt „Die gesellschaftliche Aktualität der Reformation“, einem Projekt der Evangelischen Akademien in Deutschland mit Unterstützung der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb sowie der Staatsministerin für Kultur und Medien (BKM) zum Reformationsjubiläum 2017. Mit dem Projekt formatR+ beteiligt sich die Evangelische Akademie Meißen an diesem Netzwerkprojekt.

Bild: Logo 'Format_R'

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