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Aktuelles

25. August 2015

Das Gebot der Nächstenliebe gilt ohne Einschränkungen

Sich einbringen in Gesprächen, Begegnungen, im konkreten Handeln, im Gebet

Bild: Cover der Infos zum Kollekten-Zweck des Diakonie-Sonntags 2015
Kollekte am Diakonie-Sonntag (30. August 2015) für Flüchtlingsarbeit

DRESDEN - In den vergangenen Wochen und Monaten sind die Flüchtlingsströme in Europa deutlich angewachsen. Dies stellt Politiker, Bürger und Kirchgemeinden vor große Herausforderungen.

Die sächsische Landeskirche dankt allen, die sich in dieser Situation für einen menschenwürdigen Umgang mit Flüchtlingen engagieren. Flüchtlinge haben ein Recht darauf, als Menschen angenommen zu werden und in ihrer Not Hilfe und Unterstützung zu erhalten. Das Gebot der Nächstenliebe gilt ohne Einschränkungen.

Wir sehen die vielen Menschen, die sich auch in Sachsen beruflich oder ehrenamtlich in dieser Situation einbringen und ihre Kraft, ihre Zeit und ihr Engagement zur Verfügung stellen.

 

Beispielhaft sei gedankt:

  • den vielen Ehrenamtlichen, die sich in Initiativen oder privat für das Wohl der Flüchtlinge einsetzen,
  • den vielen Helfern des DRK und anderer Träger von Einrichtungen, die sich um die Erstversorgung der Flüchtlinge kümmern,
  • den vielen Polizistinnen und Polizisten, die tagtäglich unter schwierigen Bedingungen Einrichtungen und Personen schützen,
  • den vielen Bürgern, die sich für das demokratische Miteinander und den Dialog zwischen Menschen einsetzen,
  • den Christen, die in Gottesdiensten und Fürbittgebeten für diese Menschen beten.

Die sächsische Landeskirche verurteilt scharf jede Form von Gewalt gegen Menschen und Einrichtungen. Die jüngsten Übergriffe in Heidenau, aber auch andere Anschläge auf Unterkünfte für Asylbewerber sind durch nichts zu rechtfertigen.

Es ist gut, wenn Kirchgemeinden angesichts des derzeit herrschenden Klimas der Angst zum gemeinsamen Gebet einladen. In Heidenau kamen dazu gestern über 200 Menschen in der Christuskirche zusammen.

Die Probleme und Herausforderungen durch die große Zahl an Geflüchteten sind enorm. Aber sie können nur im Miteinander zwischen Politik und Bürgern sinnvoll gelöst werden.

Die Landeskirche bittet daher die Kirchgemeinden und die Christen in Sachsen, sich vor Ort einzubringen – in Gesprächen, Begegnungen, im konkreten Handeln und im Gebet.

Jochen Bohl
Landesbischof

 

Flüchtlinge in Sachsen

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